Waldkraiburg – Welcher Verein kann das schon bieten? Die Mitglieder und Gäste, die zur Hauptversammlung der Egerländer Gmoi im Haus der Vereine kamen, wurden nicht nur von den schmissigen Melodien der Egerländer Trachtenkapelle empfangen. Sie und ein kleiner hauseigener Frauenchor umrahmten die gesamte Veranstaltung.
In seinem Rückblick auf 2019 verwies Vorsitzender Karl-Heinz Spiegl auf die immer noch stattliche Zahl von 188 Vereinsmitgliedern. Zwei Drittel von ihnen sind über 60 Jahre alt, vier unter fünf Jahre. Spiegl erinnerte an den gut besuchten Faschingsball im Haus der Kultur, die Muttertagsfeier zusammen mit den Böhmerwäldlern und die Nikolausfeier im Advent.
Arbeit mit
anderen funktioniert
Der Vorsitzende betonte die gute Zusammenarbeit mit den anderen Waldkraiburger Heimatvereinen wie den Banater Schwaben, den Siebenbürger Sachsen, der Sudetendeutschen Landsmannschaft und den Böhmerwäldlern.
Anna Grassl berichtete über die kulturellen Aktivitäten im Verein. Unter anderem waren die Egerländer beim Gedenktag der Sudetendeutschen am 9. März vertreten, bei der Mai-
Kundgebung und dem Kultur- und Heimattag der Banater Schwaben.
Peter Deml zählte von den zahlreichen Auftritten der Trachtenkapelle mit derzeit zwei Frauen und neun Männern die Aktion beim Waldbadfest auf, bei der die Musikanten vom Zehn-Meter- Turm heruntermusizierten, was nicht ganz ungefährlich war. Beeindruckend auch der Auftritt beim Anna Hospizverein in Ampfing, die Teilnahme am Oktoberfest- Trachtenzug, besonders aber das Spielen am Heiligen Abend in den Seniorenheimen zusammen mit den drei Bürgermeistern und bei der Christmette im Stadtpark. Dies nahm Bürgermeister Robert Pötzsch zum Anlass darauf hinzuweisen, dass die Egerländer besonders mit ihrer Blaskapelle nicht mehr aus dem Waldkraiburger Stadtbild wegzudenken seien.
Im Kassenbericht verwies Andi Rausch auf Einnahmen von 7439 Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf 17606 Euro, da Trachtenkleidung im Wert von 10275 Euro notwendig geworden war.
Eine lange Reihe von Ehrungen folgte, darunter sechs 40-, drei 50-, zwei 55-jährige und eine 60-jährige Mitgliedschaft, für die Urkunde und Anstecknadel bereit standen. Besonders bedankte sich Karl-Heinz Spiegl bei Dritter Bürgermeisterin Inge Schnabl, die nicht nur dem Verein schon lange angehört, auf vielen Veranstaltungen präsent war und für die Egerländer immer ein offenes Ohr hatte.
Der Vorsitzende lud zum Faschingsball im Haus der Kultur am 1. Februar, ein. Am 28. Juni feiert der Verein sein 65-jähriges Jubiläum im Haus der Kultur.fis