Waldkraiburg – Nachdem die Premiere von „Die Schöne und das Biest“ wegen eines Wasserschadens im November verschoben werden musste, konnte die Raiffeisenarena mit rund 2500 Plätzen den Ansturm von Klein und Groß kaum fassen, die sich das Showprogramm der Sparte Eiskunstlauf im VfL Waldkraiburg nicht entgehen lassen wollten.
Schon beim Betreten der Halle kam beim Anblick der effektvollen Ausstattung Stimmung auf. Diese war mit Hilfe der Eltern in Eigenregie erstellt worden. Und schon war man mitten drin im Geschehen des berühmten Broadway-Musicals, als der Prinz (Jasmin Kilb) aus seinem Schloss zur weltberühmten Musik von Alan Menkens auf das Eis glitt. Er entpuppte sich als Egoist, der eine Hilfe suchende Bettlerin abweist. Die Alte verwandelt sich in eine Zauberin (Beatrice Borlog) und zur Strafe für seine Gefühllosigkeit verwandelt sie ihn in ein Biest. Seine Diener und Gäste werden zum Mobiliar und zu Einrichtungsgegenständen.
Erst wenn es ihm gelingt, die Liebe einer Frau zu gewinnen und selbst Liebe zu empfinden, wird der Fluch aufgehoben.
In einem französischen Dorf lebt die schöne Belle (Veronika Derksen) mit ihrem Vater Maurice (Diana Miller). Sie wird ständig belästigt von ihrem Verehrer Gaston (Nicolas Veigl). Auf einer Reise sucht Maurice Zuflucht im Schloss des Biests und will für seine Tochter eine Rose pflücken. Das Biest stellt ihn, lässt ihn ins Gefängnis werfen und sein Pferd (Sophia Silantev) galoppiert allein zurück ins Dorf. Belle will ihrem Vater helfen und geht an seiner Seite statt in den Kerker.
Mitleid und
Liebe keimen auf
Als sie es ablehnt, dem Einsamen beim Essen Gesellschaft zu leisten, keimt jedoch zum ersten Mal so etwas wie Mitleid bei ihr auf. Doch erst, als sich die Teekanne (Kathrin Schweizer) und ihr Sohn Teetasse (Victoria Klabukov) um sie kümmern, lässt sie sich erweichen. Belle freundet sich allmählich mit dem Prinzen an. Inzwischen machen sich Maurice und Gaston auf den Weg, um Belle zu befreien. Die jedoch hat erkannt, dass das Biest ein gutes Herz hat.
Der zweite Teil begann dramatisch: Als Gaston erkennen muss, dass Belle ihn nicht liebt, macht er den Dorfbewohnern klar: „Das Biest ist eine große Gefahr, es muss weg!“ Es kommt zum Kampf, den die Dorfbewohner nicht gewinnen können. Sie fliehen. Belle aber muss mit ansehen, wie Gaston mit drei Schüssen ihren Geliebten niederstreckt und sie gesteht dem Sterbenden ihre Liebe. Für die Zauberin sind damit die Bedingungen erfüllt und alle verwandeln sich wieder zurück in ihre wahre Gestalt, so der Kerzenständer Lumière (Melanie Ermakov), das Klavier (Palina Silinik), der Garderobenständer (Jasmin Getz), die Kaminuhr von Unruh (Leonie Kilb) Madame de Garderobe (Elisabeth Fischer), der Staubwedel Plumette (Anastasia Silantev), der Hund (Karolina Ehrlich) und natürlich das Biest.
Die Eistänzer, die in fantasievollen Kostümen perfekt ihre Sprünge und Pirouetten absolvierten, begeisterten das Publikum. Wer das Showprogramm noch miterleben möchte, hat dazu noch einmal Gelegenheit: Eine weitere Aufführung ist am 29. Februar um 16.30 Uhr in der Raiffeisenarena Waldkraiburg.