Waldkraiburg – Schon seit November ist die Kita Kunterbunt an der Haidaer Straße fest in Kinderhand. Jetzt wurde die erste städtische Kindertagesstätte feierlich eingeweiht.
Mit einem Lied über das Anderssein empfingen die Kinder der Einrichtung die Gäste in den neuen und freundlichen Räumen, die nach der Kernsanierung und der Umgestaltung eines ehemaligen Firmengebäudes entstanden waren.
3,3 Millionen Euro für
Grundstückskauf
und Rohbau
Die Stadt sei dabei den richtigen Weg gegangen, sagte Bürgermeister Robert Pötzsch. Die Sanierung sei deutlich billiger gekommen als eine Neubaulösung. 3,3 Millionen Euro mussten für Grundstückskauf und Rohbau aufgewendet werden.
Die nächste Kita ist
schon in Vorbereitung
Pötzsch sieht das Kita-Projekt als weiteres Beispiel dafür, dass es die Stadt immer geschafft habe, den Bedarf in Sachen Kinderbetreuung zu decken. 2018 war die Nachfrage so stark angestiegen, dass kurzfristig am Kalander eine Übergangslösung in Containern entwickelt werden musste. Im Februar 2019 wurde dann die Entwurfsplanung für die neue Kita im Stadtrat abgesegnet, zwei Monate später kam die Zusage für den vorzeitigen Baubeginn von der Regierung, im Juni wurde die Baugenehmigung erteilt „und dann mit Vollgas losgelegt“. Die Zitterpartie wurde bestanden. Im November konnten die Kinder einziehen. Die Kita mit 80 Kindergarten- und 24 Krippen-Plätzen ist vollkommen ausgelastet. Die Container am Kalander werden weiterhin gebraucht. Dort gibt es bereits wieder eine Krippengruppe und eine Kindergartengruppe. Eine weitere Einrichtung sei schon in Vorbereitung, so der Bürgermeister.
Landrat Georg Huber bestärkte die Stadt, ihre Priorität auf Erziehung und Bildung zu setzen. Wenn es darum geht, die Infrastruktur für Kinder und Jugendliche auszubauen, könne die ein oder andere Straße warten. Huber gab auch ein Plädoyer für die kirchlichen Träger ab. Soweit möglich, sollten die Kommunen Kinderbetreuungseinrichtungen mit ihnen realisieren.
Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer gratulierte der Stadt zur neuen städtischen Kita und der zügigen, zeitnahen Realisierung. Den weichen sozialen Standortfaktoren komme heute große Bedeutung zu. Bei rund 600 Wohnheiten, die grade in der Stadt entstehen, werde der Zuzug zunehmen und der Zuzugsdruck anhalten, so Mayer.
Wie der Name sagt, will die Kita Kunterbunt Heimat für Kinder aus vielen Kulturen sein. Das wurde auch deutlich, als mit Pater Bernhard Stiegler, Pfarrer Simon Stritar und Imam Önder Eyvaz die Vertreter von drei Religionsgemeinschaften die Kita und alle Menschen, die dort ein- und ausgehen unter den Segen Gottes stellten.