Waldkraiburg – Die Abkürzung AKW steht in Waldkraiburg nicht für ein Atomkraftwerk, sondern für den Katholischen Kindergartenverbund Aschau-Kraiburg-Waldkraiburg. Seit nunmehr 18 Jahren ist dort Fritz Köhler als Geschäftsführer tätig. Das ändert sich jedoch bald, denn zum 1. April verabschiedet sich der Töginger in den Ruhestand.
720 Kinder und 150
Mitarbeiterinnen
Als er 2002 sein Aufgabenfeld übernahm, war dies eigentlich ein Pilotprojekt, denn bis dato kümmerte sich der Seelsorger um Abrechnungen, Planungsaufgaben und viele Dinge mehr. Vor 18 Jahren übertrug die Erzdiözese München/Freising erstmals einem Mitarbeiter dieses Betätigungsfeld, der einschlägige Erfahrungen im Verwaltungsbereich mitbringt.
Das Berufsbild „Verwaltungsleiter“ in Sachen Kindergartenverwaltung ging damit an den Start. Als Betriebswirt war Fritz Köhler der richtige Mann an der richtigen Stelle. Dem Katholischen Kindergartenverbund AKW sind heute acht Einrichtungen angeschlossen, in denen 720 Kinder betreut werden. Zu den Einrichtungen gehören die Katholische Kindertagesstätte Christkönig, die KiTa St. Christophorus, die KiTa St. Franziskus und der Kindergarten Maria Schutz sowie eine Kindergarten-Außenstelle im Föhrenwinkel und der Hort bei der Dieselgrundschule in Waldkraiburg, die Familienbrücke St. Severin in Kraiburg und die Kinderwelt Mariä Himmelfahrt in Aschau. Insgesamt sind 150 Mitarbeiter in diesem Verbund beschäftigt.
Was Fritz Köhler gerne hervorhebt: „Wir haben momentan neun Auszubildende in unserer Mitte“. Das Verwaltungsbüro teilt sich der Pensionist in spe seit 1. Dezember mit Wolfgang Gschlößl.
Unter zahlreichen Bewerbern wurde der 39-jährige Diplom-Sozialpädagoge zum Nachfolger Fritz Köhlers bestimmt. „Wir sind froh, dass uns die Diözese eine Einarbeitungszeit von vier Monaten gewährt hat“, betont Pater Bernhard Stiegler, Leiter der Pfarrverbände Waldkraiburg und Aschau und Kirchenverwaltungsvorstand. Immerhin sei das Betätigungsfeld des Verbunds ziemlich umfangreich und anspruchsvoll.
Insgesamt acht
Einrichtungen
Gschlößl lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Taufkirchen an der Vils. „Ich denke bei meiner Aufgabe ist es kein Nachteil, von auswärts zu kommen. In etwaige lokale Animositäten bin ich dann nicht eingebunden“, vermutet der zukünftige Leiter des Verbundes, der bisher eine führende Tätigkeit bei einem Bildungsträger in Landshut innehatte.
Ob der leidenschaftliche Tennisspieler ab April noch genügend Zeit hat, sein sportliches Hobby auszuüben, wird sich zeigen. Da schaut es bei Fritz Köhler natürlich völlig anders aus. Er schwärmt von seiner Hütte in den Bergen und von der Theaterbühne Enzian in Töging. Dort steht der 63-Jährige nämlich auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
Und so freut sich Köhler schon, dass er am 1. April nicht in den April, sondern hinaus ins Pensionisten-Leben geschickt wird.