Bewusstsein für die Natur

von Redaktion

Richard Fischer (SPD)

Das muss ja gar kein Konflikt sein! Vielleicht muss dort, wo die Stadt sich zum Wohl ihrer Bürger ausweiten kann, auch ein alter Baum gefällt werden. Das gefällt mir sicher auch nicht, aber wir müssen zwei, drei Schritte weiter denken.

Zum einen greift niemand ohne Not das Grün an – wir alle aber leben von den Waldkraiburger Geschäften, von den angebotenen Arbeitsplätzen. Und Geschäft braucht Entwicklung. Klar ist: Die Stadt, und vielleicht auch die Wirtschaft, muss dort, wo Grün für sie weichen muss, gleichwertigen Ersatz schaffen. Das gilt auch für Lärm- und Sichtschutz.

Ich, alle Waldkraiburger, mögen Blumen, das Grün. Dafür gib es auch eine breit gefächerte Basis. Man muss nur gelegentlich daran erinnern. Ich als Bürgermeister, als SPDler, als Roter, nehme Grün nicht nur politisch wahr und ernst. Sicher gibt es auch für die Schilcherlinie eine Lösung. Wir sind hier ja auf dem besten Weg, eine Kompromisslösung zu finden, damit der Grünstreifen so breit wie möglich erhalten bleibt.

Genauso wichtig wie diese eine Lösung ist grundsätzlich das Beibehalten und vielleicht auch das Ausweiten des Bewusstseins für die Natur, für ihre Bedürfnisse und den Nutzen für die Bürger – auch als Erholungsraum.

Sicher ist: Dort, wo heute Grün als Ausgleich neu entsteht, muss dies auch lange erhalten bleiben, nicht für Jahre, sondern für viele Jahrzehnte.

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