Grün und Stadtentwicklung sind keine Gegensätze. Jede Stadtentwicklung muss über einen Grünordnungsplan verfügen. Das lange Zeit bestehende Einvernehmen zwischen Bevölkerung, Gewerbe und Industrie muss weitergeführt werden. Nur durch eine gegenseitige Achtung und Respektierung unterschiedlicher Auffassungen kann eine Stadtentwicklung funktionieren. Die Wohn- und Gewerbeflächen müssen behutsam und bedarfsorientiert entwickelt werden.
Zusätzlicher Wohnraum muss durch Nachverdichtungen und Ausnutzung von zusätzlichen Stockwerken auf Gebäuden entstehen. Der Wunsch vieler Familien, Eigentum in Waldkraiburg zu schaffen, muss bei der Ausweisung von Flächen im Mittelpunkt stehen. Die Schließung von Baulücken durch Geschosswohnungsbau ergänzt diese und spielt für das Wachstum von Waldkraiburg eine wichtige Rolle. Bevölkerungswachstum verursacht aber erhebliche Nachfolgelasten bei Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Schulen, die bei den Planungen zu berücksichtigen sind. Auch die Zunahme des Verkehrs ist nicht zu vernachlässigen. Mehr Autos bedingen mehr Stellplätze in den Wohnbereichen. Der Erhalt der Arbeitsplätze für die Waldkraiburger Firmen muss im Mittelpunkt der Ausweisung von Gewerbeflächen stehen.
Es müssen unbedingt Landschaftsräume berücksichtigt und in besonderer Weise auf Qualität wie Nachhaltigkeit geachtet werden, um eine lebenswerte Wohn- und Arbeitsplatzentwicklung im Sinne der Bürger von Waldkraiburg zu fördern. Der „grüne Ring“ als grüne Lunge und Naherholungsoase von Waldkraiburg muss uneingeschränkt erhalten werden.