Stichwahl in Aschau

von Redaktion

Weyrich und Duxner eine Runde weiter

Aschau – Aschaus Bürger müssen in zwei Wochen erneut an die Urnen. Bei der Wahl gestern Abend lieferten sich bis zuletzt Christian Weyrich (CSU) und Thomas Duxner (Bündnis Aschau) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Weyrich bekam 40,7 Prozent der Stimmen, Duxner schaffte es auf 38 Prozent. Andreas Kölbl (AWG) wählten 21,4 Prozent der Bürger. Damit ist klar: Die AWG stellt in den nächsten sechs Jahren den Bürgermeister nicht mehr.

Nach dem Bekanntwerden des Ergebnisses war Christian Weyrich erst einmal erleichtert. „Eine spannende und aufregende Zeit liegt hinter uns.“ Er habe viel Vertrauen der Bürger bekommen, was er zu schätzen weiß. „Das baut auf für die Stichwahl.“

Wahlbeteiligung bei 63,6 Prozent

Wie viel er und die CSU bis zur Stichwahl noch tun können, um die Wähler zu mobilisieren, sei schwer abzuschätzen in Zeiten von Corona. „Es ist noch nicht absehbar, wie konkret sich bis zur Stichwahl noch etwas machen lässt. Die Prioritäten verschieben sich gerade sehr schnell.“ Auch in seiner Arbeit würde es mit den angekündigten Grenzschließungen viel zu tun geben. Die Frage werde nun sein, wie sich die Wähler verteilen, die im ersten Wahldurchgang Andreas Kölbl gewählt haben. „Das wird spannend, aber wir werden alles tun, um diese Wähler auf unsere Seite zu holen.“

Auch gilt es, noch mehr Wähler an die Urne zu holen. Die Wahlbeteiligung mit 63,6 Prozent sei zwar nicht gering, es können aber mehr Aschauer an die Urne gehen.

Bei drei Kandidaten war für Thomas Duxner eine Stichwahl zu erwarten. Wie es in den nächsten beiden Wochen weitergehe, werde man sich nun gut überlegen. Am Ende entscheide der Bürger darüber, wer die Gemeinde in den nächsten sechs Jahren leiten soll.

Er freue sich, dass er weiter im Rennen sei. „Ich bin nicht angetreten, um auszuscheiden, sondern um die Verantwortung für Aschau zu übernehmen.“ Im Vorfeld sei es für das Bündnis Aschau als Neuling nicht einzuschätzen gewesen, wo sie stehen. „Wir sind ein unbeschriebenes Blatt.“ Jetzt gelte es, die Entscheidung der Bürger in zwei Wochen abzuwarten.

Eine große Enttäuschung ist Andreas Kölbl nach der Wahl nicht anzuhören. Ab Montag werde er seinen Job wieder ganz normal weitermachen. Die Bürger hätten drei gute Kandidaten zur Auswahl gehabt, die „alle unterschiedlich ticken.“ „Da darf man nicht enttäuscht sein.“ Mit einem starken Abschneiden der CSU hatte Kölbl im Vorfeld gerechnet, aber auch mit einem deutlicheren Vorsprung von Christian Weyrich. „Er hat nun meine Unterstützung.“

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