Arbeiten am Kraftwerk gehen weiter

von Redaktion

Coronavirus macht sich aber auch hier bemerkbar – Vorgaben für Mitarbeiter

Jettenbach – Bayern fährt runter: Um die Corona-Pandemie zu verlangsamen, gilt in Bayern seit Montag der Katastrophenfall. Bars, Kinos oder Bildungseinrichtungen haben geschlossen, mit Ausnahmen müssen auch Ladengeschäfte schließen. Handwerker dürfen zwar weiterhin arbeiten, aber an der Baustelle zum neuen Inn-Kraftwerk macht sich das Coronavirus dennoch bemerkbar.

Einzelne Trupps nicht
auf der Baustelle

„Wir bemerken in unterschiedlichen Bereichen Auswirkungen auf die Arbeit an der Baustelle“, sagt Wolfgang Syrowatka, Pressesprecher vom österreichischen Kraftwerksbetreiber Verbund. Material, aber auch Mitarbeiter würden zum Teil nicht auf die Baustelle kommen. Arbeiter kommen zum Teil auch aus Österreich auf die Baustelle. „Die Reisebeschränkungen führen dazu, dass einzelne Trupps nicht auf die Baustelle kommen können.“ Bislang dürfen Arbeitskräfte noch mit Ausnahmen über die Grenzen reisen. Die Arbeiten würden aber bislang weitergehen.

Beim Verbund würde man regelmäßig den behördlichen Empfehlungen die Baustellensicherheit betreffend folgen. Die Mitarbeiter habe man um vermehrte Vorsicht gebeten, die Arbeiter sollen untereinander ausreichend Abstand zueinanderhalten. „Solange wir diese einhalten, wird auf der Baustelle auch weiterhin gearbeitet. Mensch und Gesundheit haben Vorrang“, sagt Syrowatka.

Arbeiten am Wehr
nicht unproblematisch

Täglich verfolge das Unternehmen die aktuellen Ankündigungen und wie sich diese auf der Baustelle umsetzen lassen. Syrowatka will nicht ausschließen, dass Regelungen weiter verschärft werden. Für das Unternehmen stelle sich das daher auch die wesentliche Frage: Wie geht es weiter? Denn gesetzliche Vorgaben könnten auch dazu führen, dass die Baustelle vorübergehend eingestellt werden muss.

„Es ist aber nicht möglich, auf der Baustelle alles stehen und liegen zu lassen“, erklärt Syrowatka. Die Arbeiten am Wehr seien nicht unproblematisch. Die aktuell laufenden Arbeiten seien zum Beispiel nur bis zum Frühjahr möglich, weil der Inn in dieser Jahreszeit wenig Wasser führt. Sollte es wirklich so weit kommen, dass die Baustelle zwischenzeitlich ruhen muss, müssen zuvor gewisse Dinge erledigt werden. „Ansonsten können Schäden entstehen.“

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