Jäger rechnen künftig mit mehr Arbeit wegen der Aufforstung

von Redaktion

Taufkirchner Jagdgenossen blicken bei der Hauptversammlung in die Zukunft

Taufkirchen – Bei der Hauptversammlung der Taufkirchner Jagdgenossen, die noch vor der Coronakrise stattfand, war ein Thema auch das richtige Aufforsten nach Sturmschäden und Borkenkäferbefall. Waldbesitzer Sepp Sax setzt dabei auf heimische Hölzer. „Es muss jeder selber wissen, was am besten ist“ – Vorsitzender Hans Huber erinnert sich dabei an einen Ratschlag aus seiner Lehrzeit: „Wennst wissen möchst, was du pflanzen sollst, schaug, wo’s vo soiba wächst“. Für die Waldbesitzer war das vergangene Jahr sehr arbeitsintensiv, für die Jagdgenossenschaft eher ruhig. Ein Waldbegang in Waltersberg zeigte Schwarzwildschäden im Grünland auf, die mit dem Wiesenhobel bearbeitet wurden.

Die Jagdgenossen stimmten dem Kauf eines Datenschutzschrankes zu. Es wurden wieder fünf Euro pro Hektar an Jagdschilling ausgezahlt. Des Weiteren beschloss die Versammlung eine Spende an die Dorfhelferinnen und an die Organisation „Land schafft Verbindung“ mit jeweils 115 Euro. Jagdgenosse Tobias Grundner stellte dabei die junge Organisation vor, deren Vereinsgründung im Frühjahr stattfinden wird.

Den Bericht der Jäger gab Jagdpächter Sepp Forstner ab. Der Abschussplan wurde eingehalten, Jäger Schuhbeck konnte dazu auch zwei Wildschweine erlegen. Forstner sprach davon, dass durch die Sturmschäden und die damit verbundenen Aufforstungen auf die Jäger viel Arbeit zukommen wird. Durch die Zeidlerstiftung ist wieder Saatgut für die Winterbegrünung über die Jäger erhältlich.

Jäger Stefan Balk informierte die Jagdgenossen darüber, dass er sich für eine Teilpacht der Zeilinger Jagd beworben habe, trotzdem aber sein jetziges Revier behalten werde. Unterstützt wird er dabei von Stefan Lohner, der seit zehn Jahren den Jagdschein besitzt.

Nachtsichtgeräte
für bis zu 5000 Euro

Balk sprach die Genehmigung von Nachtsichtgeräten an. Eine derartige Genehmigung zur Beschaffung wird erstellt, wenn der Jäger im letzten Jahr mindestens zwei Wildschweine erlegt hat. Die Genehmigung kann wieder zurückgenommen werden, wenn in den nächsten zwei Jahren kein Abschuss getätigt wird. Die Kosten für ein Nachtsichtgerät liegen zwischen 3000 und 5000 Euro. Balk bat die Jagdgenossen, bei Sichtung von Schwarzwild sofort die Jäger zu verständigen, nur so könne gezielt vorgegangen werden. Abschließend einigten sich die Jagdgenossen darauf, im nächsten Frühjahr einen Waldbegang durchzuführen. fim

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