Aschau – Lange hat es gedauert, jetzt geht es endlich weiter an der Baustelle an der Kreisstraße. Seit Anfang März laufen hier die Bauarbeiten zur Erneuerung der Viehunterführung, weshalb noch bis Anfang Mai Autofahrer Umwege in Kauf nehmen müssen.
Für die Kühe in der Aschauer Ortsmitte ist sie unverzichtbar: die Viehunterführung unter der Kreisstraße. Damit kommen die Tiere geradewegs direkt vom Stall auf die Weide auf der anderen Straßenseite. Mittlerweile ist das Bauwerk aber in die Jahre gekommen, die Statik entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen und muss daher erneuert werden. Eine Sanierung ist wirtschaftlich nicht möglich, es braucht einen Ersatzbau.
Die Viehunterführung ist unscheinbar, nimmt aber eine zentrale Stelle im Ort ein. Denn mit Beginn der Bauarbeiten ist die Hauptstraße ab der Abzweigung Richtung Gars in Richtung B12 gesperrt.
Bauherr ist der Landkreis, der für die Maßnahme insgesamt 450000 Euro im Haushalt eingeplant hat. Ursprünglich gingen die Bauarbeiten bereits im September los, Umleitungsstrecke und Baustelle waren eingerichtet, doch die Arbeiten stockten. Lieferschwierigkeiten bei den Betonfertigteilen brachten den Zeitplan durcheinander, weshalb sich schnell abzeichnete, dass der Fertigstellungstermin nicht zu halten war.
Erst Anfang Dezember hätten die Bauarbeiten weitergehen können. Weil die Witterung in den Wintermonaten bekanntlich sehr unsicher ist, wurden die weiteren Arbeiten gleich auf März verschoben. Alle Vorarbeiten wurden noch abgeschlossen, sodass Anfang März direkt mit den Abbrucharbeiten begonnen werden konnte. Vergangene Woche wurden sogar schon die ersten Fertigteile des neuen Durchlasses eingehoben.
Uneingeschränkt gehen die Arbeiten während der Corona-Krise weiter – nach aktuellem Stand. Denn im Landratsamt hält man aber eine Verzögerung durch eine Anspannung der Situation nicht für ausgeschlossen. Gehen die Arbeiten aber wie geplant weiter, soll bis Anfang Mai alles fertig sein. Dann können die Kühe wieder auf ihrem gewohnten Weg zur Weide auf der anderen Straßenseite, während für Fahrzeuge wieder die Ortsdurchfahrt möglich ist.