Waldkraiburg – Die kleine Lösung – eine notdürftige Sanierung der Fahrbahn – bringt keine Lösung für den Grünen Weg im Bereich zwischen Goetheplatz und Hermann-Löns-Straße. Das hat sich schon 2016 herausgestellt. Der ganze Oberbau, dazu die Straßenentwässerung und die Gehwege, sind marode, müssten erneuert werden.
In diesem Jahr steht die Zukunft dieses Straßenabschnitts wieder auf der Agenda. Diesmal unter neuen Vorzeichen, denn viel spricht für einen grundlegenden Umbau und Ausbau des Abschnitts, der Teil der Straßenfolge Von-der-Tann-Straße, Grüner Weg und Daimlerstraße ist. Ein zentrales Thema ist dabei der Radverkehr. Das wurde in einer Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses noch vor der Corona-Krise deutlich.
Drei mögliche Varianten hat ein Ingenieurbüro im Rahmen einer Voruntersuchung geprüft.
Variante 1 sieht vor, dass der Radverkehr weiterhin im Mischverkehr mit den Kraftfahrzeugen geführt wird. Die vorläufige Kostenschätzung liegt bei rund 900000 Euro für diese Variante.
Eine weitere Variante sieht den Erhalt der Alleebäume vor und auf beiden Seiten abwechselnd Parkbuchten. Der Radverkehr soll auch hier im Mischverkehr mit den Kfz geführt werden. Voraussichtliche Kosten: 960000 Euro.
Auf rund 1,07 Millionen Euro schätzt der Planer die dritte Variante, die von allen Ausschussmitgliedern favorisiert wird: Sie trennt Kfz- und Radverkehr. Auf der nördlichen Straßenseite ist ein Zweirichtungsradweg vorgesehen. Die bestehenden Alleebäume auf dieser Straßenseite können für diesen Fall allerdings nicht erhalten werden. Um einen möglichst guten Verkehrsfluss, vor allem auch für den ÖPNV und den Güterverkehr zu gewährleisten, wird der Straßenraum weitgehend von Parkmöglichkeiten frei gehalten.
Eine Beibehaltung von Parkmöglichkeiten im Straßenraum sei nur unter der Bedingung möglich, dass die Eigentümer der anliegenden Grundstücke dafür Flächen abtreten, so Carsten Schwunck, der Leiter der Stadtentwicklungsabteilung im Rathaus. Der verfügbare Straßenquerschnitt reiche nicht aus, um neben dem Ausbau der Radverkehrsanlagen die Alleebäume und die Parkmöglichkeiten zu erhalten.
Darüber besteht Einigkeit im Ausschuss. Diese Zielvorstellungen sollen nun bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden.hg