Waldkraiburg – Aggressiv aufgefallen sind am Freitagnachmittag drei nigerianische Asylbewerber im Bereich der Ankerdependance. Sie waren mit den Zugangskontrollen nicht einverstanden und richteten ihren Ärger in Richtung des Sicherheitsdienstes. Zwei Asylbewerber wurden in der Folge bereits am nächsten Tag in eine andere Unterkunft verlegt.
Es gehört zum täglichen Prozedere der Einrichtung, dass jeder sich ausweisen muss, wenn er in das Gebäude will. Doch genau mit diesem Vorgehen waren am Freitagnachmittag gegen 18 Uhr drei nigerianische Asylbewerber nicht einverstanden. Die drei 25, 26 und 29 Jahre alten nigerianischen Staatsangehörigen weigerten sich, ihre Legitimationspapiere vorzulegen. Warum sie dies nicht wollten, ist bislang nicht bekannt. Feststeht: „Sie hatten ihre Unterlagen dabei“, erklärt die Polizei auf Nachfrage. Die Männer vom Sicherheitsdienst reagierten und verwiesen die drei Männer aus dem Gebäude.
Doch die drei Asylbewerber ließen nicht nach, sondern solidarisierten sich. Sie bewaffneten sich mit zwei Schneeschaufeln und einer Eisenstange und gingen in Richtung Sicherheitsdienst. Wo die Asylbewerber sich bewaffnet haben, war zunächst nicht bekannt.
Der Sicherheitsdienst reagierte prompt: Die Sicherheitskräfte hatten sich bereits zahlenmäßig verstärkt und konnten die Lage entschärfen, ohne dass jemand verletzt wurde.
Die alarmierten Beamten der Polizeiinspektion Waldkraiburg mit Unterstützung von weiteren Streifen der umliegenden Dienststellen nahmen die Asylbewerber in Polizeigewahrsam. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Richter beim Landgericht Traunstein kamen sie in Sicherheitsgewahrsam, bis eine Entscheidung darüber gefallen war, ob sie in eine andere Unterkunft verlegt werden sollen.
Die Regierung von Oberbayern ordnete an, dass zwei der betroffenen Nigerianer in eine andere Unterkunft verlegt werden sollen. Das passierte gleich am Samstagmorgen. Die Polizei hat nun die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung auf- genommen.hi