Waldkraiburg – Sie gehören sicher in Waldkraiburg zu den Pionierinnen für geeignete Schutzausrüstungen in der Corona-Krise: die drei Realschülerinnen Emilia, Chiara und Fiona. Denn seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und dem Beginn der Schulschließungen nähen sie sogenannte „Mund-Nasen-Abdeckungen“.
Angeregt durch drei Elternteile sowie Oma und Opa, die alle in einem Gesundheitsberuf tätig sind, bekamen sie mit, wie schwierig es ist, einen Mundschutz zu kaufen. Somit suchten sie im Internet eine Anleitung und legten los. Zugute kam ihnen, dass die drei Familien praktisch „unter einem Dach“ leben, also gleichsam eine Großfamilie bilden. Alles, was in den drei Haushalten an geeigneten bunten Stoffen zu finden war, verwandelte sich unter ihren Händen an der Nähmaschine zu schützenden, attraktiven Ergebnissen, die zunächst besonders bei Kollegen ihrer Eltern sehr gefragt waren. Bald jedoch kamen auch eine Bäckerei, eine Metzgerei und zwei Altenheime auf das fleißige Drei-Mäderl-Haus zu, sodass die übrigen Familienmitglieder mit dem Beschaffen des Materials kaum nachkamen. „Von Langeweile war in der bisherigen schulfreien Zeit bei uns nichts zu spüren. Und sehr gefreut haben wir uns natürlich auch über das Lob für unsere selbst genähten „Mund-Nasen-Abdeckungen“, so das Trio. fis