Zuschuss für Caritas abgelehnt

von Redaktion

Beratungsstelle für Wohnungslose geht am Problem vorbei

Gars – Dem Finanzausschuss lag ein Zuschussantrag des Caritasverbandes vor, der eine Fachstelle zur Prävention gegen Wohnungslosigkeit einrichten will. Bürgermeister Norbert Strahllechner (FWG) legte dar, dass es Pflichtaufgabe der Kommunen ist, für die Unterbringung von Obdachlosen zu sorgen beziehungsweise die dafür anfallenden Kosten zu tragen und befürwortete den Antrag, der für die Gemeinde Gars einen nach Einwohnerzahl berechneten jährlichen Förderbetrag von 669 Euro vorsah.

Michael Inninger (CSU) äußerte Skepsis gegenüber der Schaffung einer Stelle, die das Problem nicht löse. Andere Ausschussmitglieder pflichteten ihm bei. Man solle in dieser Frage zuerst die Städte des Landkreises in die Pflicht nehmen. Leonhard Mittermair (FW/Gars-Bahnof) sprach sich dagegen aus, immer neue Stellen zu schaffen. Strahllechner konkretisierte die festgelegten Anforderungen bereitzustellender Notunterkünfte und verwies auf Erfahrungen. Es gebe Leute, denen man gern helfe und andere, die als Mietnomaden von Kommune zu Kommune zögen. Der Arbeit einer Fachstelle der gut vernetzten Caritas sprach er gute Erfolgschancen zu. Dennoch wurde der Antrag mit 5:2 Stimmen abgelehnt.mün

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