Zum Finale ein Spatenstich

von Redaktion

Startschuss für Naturbad ist Herbert Heimls letzte Amtshandlung

Kraiburg – „Ob es regnet oder schneit, den Spatenstich machen wir noch.“ Das war Herbert Heiml (CSU) zum Finale seiner Amtszeit eine Herzenssache: Unbedingt wollte er noch als Bürgermeister den symbolischen Startschuss für das Naturbad in Kraiburg geben, nachdem ihn wenige Tage zuvor endlich der schriftliche Zuwendungsbescheid über 289800 Euro aus einem Förderprogramm des Bundes erreicht hatte.

Im Gemeinderat ließ Heiml die Katze aus dem Sack. Seit fast einem Jahr hatte die Marktgemeinde auf dieses Schreiben gewartet. Am 4. Juli 2019 war Heiml persönlich nach Bonn gefahren, um den Antrag zu erläutern. Doch aus verschiedenen Gründen verzögerte sich die Angelegenheit immer wieder. Fünf Jahre nachdem das alte Freibad auf Anraten des Gesundheitsamtes geschlossen worden war, rückt das neue Naturbad damit näher. Auf 831000 Euro netto werden die Kosten der Freizeiteinrichtung laut Gemeinde geschätzt. Wahrscheinlich werde es etwas teurer, deutete Heiml im Gemeinderat an.

Doch mit dem Bundeszuschuss und einer Leader- Plus-Förderung von 200000 Euro über das Mühldorfer Netz ist ein erheblicher Teil der Summe abgedeckt. Dabei war in der frühen Phase der Planung vor einigen Jahren keine Förderung in Sicht.

Für ein benachbartes Freizeitgelände, dessen Realisierung voraussichtlich an die 400000 Euro kostet, sind weitere Leader-Mittel in Höhe von 193000 Euro zugesagt. Und noch eine gute Nachricht hatte der Bürgermeister: Die Entsorgung der Reste des alten Freibadbeckens wird kein Fass ohne Boden. Nach der Untersuchung durch einen Sachverständigen stehe fest: Die Gemeinde darf das Material in eine Bauschuttdeponie einbringen oder sogar als Recyclingmaterial verwenden.

Der ehemalige Bürgermeister schied mit einem Versprechen seiner Nachfolgerin Petra Jackl aus dem Amt: „Herbert, i versprich Dir: Du derfst ois Ersta reispringa.“

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