Waldkraiburg – Anton Kindermann (CSU) ist Zweiter Bürgermeister der Stadt Waldkraiburg. Der 68-Jährige tritt damit in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters. Anton Kindermann senior war von 1978 bis 1996 Stellvertreter der Bürgermeister Kriegisch und Fischer. „Mein Vater würde sich sicherlich sehr freuen“, sagt Anton Kindermann junior, der mit deutlicher Mehrheit gewählt wurde. Das Amt des Dritten Bürgermeisters bleibt in Frauenhand. Nach dem Abschied von Inge Schnabl (CSU) wurde Karin Bressel (UWG) zu ihrer Nachfolgerin gewählt.
Als Messdiener
reaktiviert
26 von 30 abgegebenen Stimmen entfielen in geheimer Wahl auf Anton Kindermann, den seine Fraktion vorgeschlagen hatte. Zwei Stimmen waren ungültig, Stephanie Pollmann und Done Brunnhuber erhielten je eine Stimme.
Er habe nicht damit gerechnet, Zweiter Bürgermeister zu werden, sagt der neue Amtsinhaber, der sich eigentlich schon mit dem Gedanken getragen hatte, nach 24 Jahren als Stadtrat aus der Kommunalpolitik auszuscheiden. Als UWG und CSU nach einem geeigneten Stellvertreter für Bürgermeister Pötzsch suchten, fiel die Wahl auf Kindermann, auch deshalb, weil der ehemalige Finanzbeamte nicht mehr beruflich gebunden ist. Kindermann kommt aus dem kirchlichen Ehrenamt, ist noch immer in der katholischen Kirchenverwaltung von Christkönig, war im Pfarrgemeinderat und vier Jahrzehnte im Kirchenchor. Und er hat sich zuletzt sogar als Ministrant reaktivieren lassen, weil Not an Messdienern war. In der evangelischen Kirche hat sich Karin Bressel engagiert. Die 50-jährige Erzieherin leitet seit fast zwei Jahrzehnten den evangelischen Kinderhort in der Goetheschule. 2014 zog sie erstmals in den Stadtrat ein und war sechs Jahre lang Referentin für Bildung und Kultur. „Die Kultur liegt mir noch immer am Herzen“, sagt Bressel, die die UWG für das Amt der Dritten Bürgermeisterin nominierte. Sie erhielt 18 von 30 abgegebenen Stimmen. Vier Stimmen waren ungültig, drei entfielen auf Stephanie Pollmann, je eine auf Charlotte Konrad, Martina Arnusch-Haselwarter, Andreas Marksteiner, Franz Belkot und Anneliese Will.
Neu: Ein eigener
Jugendreferent
Die Zahl der Referenten wurde auf sieben erweitert. Hinzu kam ein eigener Jugendreferent. In anderen Referaten wurden zum Teil die Aufgaben neu zugeschnitten. Zwei Ausschüsse, Bau-Verkehr-Umwelt und Stadtentwicklung wurden zu einem zusammengelegt.