Gars – Der neue Gemeinderat, der neue Bürgermeister, die Geschäftsstellenleitung und noch einmal so viele Bürger versammelten sich zur konstituierenden Sitzung im großen Sitzungssaal des Rathauses Gars.
Mit dem Dank an seinen Vorgänger verband der neue Bürgermeister Robert Otter (unabhängigeWähler) gleich zu Beginn ein Lob an Verwaltung und Bauhof, die ihm die Einarbeitung erleichtert hätten und
„geräuschlos und effektiv“ arbeiten würden.
Lob an Bauhof
und Verwaltung
Dem Gemeinderat bescheinigte er hohe Kompetenz für die kommende Arbeit und bedauerte, nur eine ins Amt gewählte Gemeinderätin begrüßen zu können. Augenzwinkernd und unwidersprochen fügte er hinzu, es gebe dafür aber „viele Frauenversteher“ im Gremium.
Zufrieden stellte Otter auch fest, dass man sich im Vorfeld schon getroffen und mit dem Ziel eines zügigen Ablaufs der Sitzung gemeinsam die Weichenstellungen für die Wahl der Ausschussmitglieder und Referenten vorgenommen habe. Als
Gemeinderatsältester nahm Franz Binsteiner (FW Au am Inn) die Vereidigung des Bürgermeisters vor, dieser nahm dann den neun neuen Räten den Eid ab.
In geheimer Abstimmung wurde anschließend Hildegard Brader (FW Gars) mit 14 von 17 Stimmen als Zweite Bürgermeisterin gewählt. Joachim Kraus (Die Grünen) erhielt für das Amt als Dritter Bürgermeister acht von 13 gültigen Stimmen, vier Stimmen waren ungültig. Als Neuer im Amt musste nur Joachim Kraus vereidigt werden. Eine Kandidatur zum Zweiten Bürgermeister abgelehnt hatte der in der Stichwahl unterlegene Anton Lentner (FW Lengmoos), da er dem in der Lokalpolitik noch weniger erfahrenen Amtsträger ein freieres Betätigungsfeld geben wolle, wie er ausführte. Auf eine Kandidatur zum Dritten Bürgermeister hatten Michael Inniger (FW Gars) und Albert Fischer (FW Lengmoos) verzichtet. Sie waren aus der Versammlung heraus vorgeschlagen worden. In einer offenen Abstimmung wurde Franz Binsteiner (FW Au am Inn) einstimmig zu einem weiteren Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt.
Mit einer Gegenstimme (Kraus, Grüne) wurde festgelegt, das Sitzungsgeld von 20 auf 30 Euro zu erhöhen. Eine Satzung zum Gemeindeverfassungsrecht wurde einstimmig angenommen, die Festlegung einer neuen Geschäftsordnung wurde vertagt. Der Bürgermeister wurde ohne Gegenstimme zum Eheschließungsstandesbeamten bestellt.