Kraiburg/Maximilian – Ein „alteingesessener Maxloner“ ist heimgegangen in den ewigen Frieden. Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb Johann Schiller im Alter von 85 Jahren. Er wurde im Familienkreis beerdigt.
Sein Lebensweg war früh von Schicksalsschlägen gezeichnet. Am 8. Juli 1934 kam Johann als erstes Kind der Eheleute Peter und Mathilde Schiller in Mühldorf auf die Welt. Der Siebenjährige ging in die erste Klasse, als seine Mutter bei der Geburt ihres dritten Kindes mit dem Neugeborenen verstarb.
Kurz darauf zog der Vater in den Krieg und wurde dann vermisst. Johann und sein jüngerer Bruder Georg, der im Jugendalter verstarb, wurden von den Großeltern aufgezogen. Nach dem Besuch der Grund- und Berufsschule in Kraiburg begann Johann eine Zimmererlehre. Er wurde jedoch zu Hause in der Landwirtschaft gebraucht. Auf dem Sagmeister-Hof in Maximilian wuchs er auf und verbrachte hier sein ganzes Leben. Als Jugendlicher half er als Milchfahrer, bei Erntearbeiten oder bei einer Umzugsfirma. 1961 heiratete er Irmgard, geborene Thurnhuber aus Wörth bei Ebing. Neun Kindern schenkten sie das Leben. Leider verstarb 1990 Sohn Peter mit 25 Jahren. Neben der Arbeit auf dem Bauernhof arbeitete der Schiller Hans 30 Jahre als Chemiefacharbeiter bei Nitrochemie in Aschau. Der Tier- und Naturliebhaber besuchte gern landwirtschaftliche Ausstellungen oder Zuchtviehmärkte. Nach der Hofübergabe an Sohn Wolfgang arbeitete er weiter auf dem Hof mit. Er war langjähriges Mitglied der Kraiburger Feuerwehr. Viel Freude bereitete Johann Schiller seine große Familie: 17 Enkel und sechs Urenkel kamen gerne zum Opa und Uropa. Der letzte Schicksalsschlag ereilte den Verstorbenen mit dem Tod seiner Ehefrau im Februar 2019, die ihm sehr fehlte. bac