Nachruf

von Redaktion

Unterreit – Das Leben von Leonhard Wiedenmann ist nach 82 Jahren zu Ende gegangen. Es war geprägt von der Sorge um seine Familie und vom Schützensport.

Leider durften ihn aufgrund der Corona-Beschränkungen die Seniorenclubs Wang und Gars sowie seine Schützenfreunde aus Hochstraß-Eichenau nicht auf seinem letzten Erdenweg begleiten.

Sein Leben begann am 16.Juli 1938 in Landshut, dort wuchs er mit zwei Schwestern auf. Die Grundschule besuchte er in Obersüßbach, die letzte Klasse nach dem Umzug zum Auer im Wald in Gars. Dort hatte sein Vater die Stelle als Gutsverwalter angenommen. Nach der Schule gab es im Gut viel Arbeit für den jungen Leonhard. Er lernte Rosalie Söll aus Wang kennen und lieben. Geheiratet wurde im Jahr 1964. Seinen Kindern Johanna, Leonhard, Andreas und Anton war er ein treu sorgender Vater.

Als 1980 der Hof einem Brand zum Opfer fiel, fand Wiedenmann Arbeit als Staplerfahrer beim Huber in Bachmehring und später bis zur Rente 17 Jahre lang in der Holzverarbeitung Eicher. In dieser Zeit besuchte er auch die Waldbauernschule in Hohenkammer.

Im Dezember 1982 konnte das neue Eigenheim in Weitfeld bezogen werden. Ein schwerer Schicksalsschlag war der Unfalltod seiner Frau Rosalie 2005.

Seine fünf Enkel und seine Weggefährtin verschönerten ihm den Lebensabend. Solange es die Gesundheit erlaubte, kümmerte er sich um Garten sowie Blumen. Er konnte auch beim Schwammerlsuchen angetroffen werden.

Bis kurz vor seinem Tod war er über 60 Jahre aktives Mitglied beim Schützenverein. Sein Schützenjanker mit den vielen Auszeichnungen bewies seine ruhige Hand und seine Zielgenauigkeit. Das letzte Dreivierteljahr lebte er im Pflegeheim Sankt Nikolaus in Kraiburg, dort fühlte er sich wohl. fim

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