Stadtmitte blüht mit Wildblumen auf

von Redaktion

Waldkraiburg – Es war eine der letzten Arbeiten von Otto Danner, die er im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BUFDI) bei der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) verrichtete: Er bepflanzte die Baumscheibe vor der BN-Geschäftsstelle in der Fußgängerzone nahe dem Rathaus mit einheimischen Wildblumen und Kräutern. Natternkopf und Lichtnelken, Dost und Rainfarn sollen Insekten anlocken.

„Es ist ein Experiment“, betont Danner, „denn der schattige Standort unter dem Baum ist nicht ideal.“ Deswegen wurden verschiedene Arten eingebracht, in der Hoffnung, dass einige trotz wenig Aussicht auf Sonnenschein ausreichend gedeihen.

Da die kleine Freifläche von Passanten bislang regelmäßig zur Abkürzung ihres Weges betreten worden war, hat Danner auch einen niedrigen Schutzzaun errichtet. „Das war eine leichte Übung zum Dienstende“, schmunzelt er. Denn die Betreuung der Weidezäune auf den Projektflächen gehörte zu seinen Routineaufgaben.

„Wir sind sehr froh, dass uns Otto mit Einfallsreichtum und Geschick geholfen und viele praktische Arbeiten im Naturschutz verrichtet hat“, betont der amtierende Kreisvorsitzende Andreas Zahn. „Nun suchen wir dringend einen Nachfolger, der bei uns als BUFDI einsteigt – wir hoffen sehr, dass sich jemand meldet.“ Die Pflege der neuen Wildkrautfläche ist dann sicher eine der ersten Aufgaben für die neue Kraft. Vielleicht blüht dann schon der Natternkopf und regt auch den einen oder anderen Ladenbesitzer zur Verwendung von Wildpflanzen bei der Gestaltung seiner Freiflächen an.

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