Drei Fragen an Kevin Klammer

222 Millionen für einen Spieler

von Redaktion

Wasserburg – 222 Millionen Euro für einen Fußballer, so viel war dem Pariser Verein St.Germain der brasilianische Spieler Neymar wert, der diese Woche von Barcelona in die französische Hauptstadt wechselte. Noch nie in der Fußballgeschichte war ein Transfer so teuer. Drei Fragen dazu an den Vorsitzenden der Wasserburger Fußballer im TSV.

222 Millionen Euro – ist ein Fußballer oder irgendjemand das wert?

„Neymar ist einer der besten Spieler der Welt und auch aus kommerzieller Sicht sehr stark. Trotzdem sind 222 Millionen Euro schlichtweg zu viel und fernab jeglicher Realität. Kein Spieler ist diese Summe wert. Jedoch glaube ich nicht, das Neymar das Problem ist, es sind die Konsequenzen nach diesem Wechsel. Denn jetzt explodieren die Preise für die weiteren Transfers. Wir werden uns wahrscheinlich an Ablösesummen im dreistelligen Millionenbereich gewöhnen müssen. Leider.“

Was macht so eine Summe für einen Fußballer mit den Fußballfans an der Basis?

„Ich glaub nicht, dass diese Summe beziehungsweise der Transfer alleine eine große Auswirkung auf das Verhalten der Fußballfans hat. Es ist eher die gesamte Entwicklung, die nicht erst seit dem Neymar-Transfer begonnen hat, die zu einer Distanzierung einiger Fans führt.“

Verändert so viel Geld für einen Spieler den Fußball vom Sport hin zu einer Zirkus-Eventveranstaltung?

„Meiner Meinung nach darf man es nicht auf den Fußball allgemein pauschalisieren, sondern muss es auf Profifußball eingrenzen. Es ist die Entwicklung der letzten Jahre, die die Vereine dazu zwingt, mehr und mehr wie wirtschaftliche Unternehmen zu denken und immer nach neuen Möglichkeiten zu suchen, um ihren Profit weiter zu steigern.“ vo

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