Zehn Jahre Edlinger Kirtaverein

Kirtafest für Alt und Jung

von Redaktion

Seit zehn Jahren lädt in Edling der Kirta-Verein jedes Jahr in den Zenzn-Stadl zum Kirtatanz und heute ist es wieder so weit. Ab 18.30 Uhr ist Weinfest mit Tanz, Kirtafest am Sonntag ab Mittag.

Edling – Zum Kirta gehören die Kirtahutschn, Kirtanudln, Schuhplattler, Dirndldrahn, Böllerschützen und Goaßlschnalzer, das ist alte Tradition und die wollte der Kirtaverein vor zehn Jahren in Edling aufleben lassen und seitdem wird sie dort gelebt. Wichtig ist Martin Bacher, Gründungs- und Vorstandsmitglied, aber auch, dass Jung und Alt anpacken, gemeinsam etwas unternehmen, „das funktioniert ganz super“, sagt er.

Martin Bacher hat für das Edlinger Kirta-Fest einen weiteren Brauch eingeführt: Der Kirta wird aus- und eingegraben in Form einer Flasche Schnaps, die in einer Wiese ein Jahr lang vergraben ist. Damit man sie wiederfindet, was schon einmal fast nicht gelang, gibt es einen Plan. Ausgegraben wird der Kirta heute gegen 14 Uhr, eingegraben wird eine neue Flasche Schnaps morgen, Sonntag, zwischen 19 und 20 Uhr.

Der Gottesdienst in der Edlinger Kirche beginnt morgen um 10 Uhr. Anschließend geht es gemeinsam zum Zenzn-Stadl, wo ab 11.30 Uhr Mittagstisch ist und dann Unterhaltung mit allem, was zum Kirta gehört, mit Musik von „Hopfn 4ra“ und „de kloa Blosmusi“ und wer tanzen möchte, kann das auf dem Tanzboden im Freien tun.

Dass in Edling Kirta nicht erst im Herbst gefeiert wird, hat auch Tradition. Früher wurde Kirta gefeiert in der Zeit zwischen der Weihe der Kirche im Ort und dem Patrozinium, die Cyriakus-Kirche in Edling wurde geweiht am 24. Juli, Patrozinium ist am 8. August. Weil aber, so erzählt Martin Bacher, die Mägde und Knechte am Kirta immer ziemlich viel tranken und in der Haupterntezeit ihrer Arbeit nicht nachkamen, kam von ganz oben die Anordnung: kein Kirtafest in der Erntezeit. Daran hätten sich alle in Bayern gehalten, nur die Franken und Oberpfälzer nicht. vo

Artikel 11 von 11