Griesstätt – Große Freude an den stimmlichen und musikalischen Darbietungen hatten auch die Gauehrenmitglieder Alois Edtmayer, Bartl Hollinger und Erwin Huber. Gauliederwart Markus Gromes aus Schönram führte mit Witz und Wissen durch das Programm und stellte die verschiedenen Gruppen und Solisten vor.
Den Auftakt machten die „Schuster Dirndl“ aus Griesstätt. Theresa mit der Trompete, Anna mit der Querflöte und ihre Cousine Maria spielte Klarinette dazu. Andreas Linner aus Prutting folgte auf der Ziehharmonika mit dem Mühlradl, dem er im zweiten Teil den Bandltanz folgen ließ. Die „Huaglkinder“ Magdalena und Seppi Staber rundeten mit einem Jodler das erste Radl ab. Mit ihrer Cousine Anna Mauerer bildeten sie noch einen Dreigsang. Hier begleiteten sie sich mit Gitarre und Geige selbst. Fazit hier: So braucht einem um den Fortbestand der Riederinger Volksmusiktradition nicht Angst sein.
Die Bachecker Buam, eine Bläsergruppe der Trachtenmusikkapelle aus Hirnsberg, begannen das zweite Radl. Benedikt Vordermayer mit der Ziehharmonika und seine Schwester Regina mit der Harfe folgten auf die Bläser. Die beiden bildeten ebenfalls ein sehr vielfältiges Duett. Auch als Solisten oder gemeinsam mit Gesang hatten sie einiges zu bieten. Die Schubert Dirndl, eine Flötenmusi aus Griesstätt mit Quer- und Blockflöte, beschlossen diese Runde. Mit dem „Böhmischen Traum“ und einem Titel vom Harmonikavirtuosen Herbert Pixner hatte sich der nächste Solist Dominik Schiffer zwei schwere Stücke ausgesucht. Die Geigerin Magdalena Lang aus Rosenheim spielte alleine und wurde von ihrer Mama Resi mit dem Hackbrett begleitet. In der „Boarische Mädlmusi“ musizierten Sophia Rottmüller, Sophia Gschwendtner und Katharina Lerch. Sie rundeten als „Soatnmusi“ mit zwei Hackbrettern und einer Harfe den musikalischen Weg von Griesstätt ins Inntal ab. In Nußdorf und Degerndorf sind die Dirndl zu Hause. Dominik Lang aus Rosenheim spielte im letzten Block vor der Pause mit seiner Trompete auf. „Ich und der Mond“ lautete ein bekanntes Stück, das er in seiner zweiten Runde spielte.
Die Schwestern Franziska und Johanna Albersinger schlossen als „Dreierlei Soatnmusi“ – bestehend aus zwei Gitarren und einem Hackbrett – mit ihrer Musiklehrerin Johanna Jackl diese Runde ab. Begonnen wurde dieses Radl von den „Zammgwürfeltn“, einer Kombination aus der „Boarische Mädlmusi“ und der „Soatnmusi Dreierlei“.
Das Singen hat noch große Bedeutung
Nachdem alle Kinder und Jugendlichen mindestens zweimal ihr Können zu Gehör gebracht hatten, war dieser Nachmittag auch schon wieder vorüber. In seinen Schlussworten freute sich Markus Gromes, dass im Gebiet Simssee das Singen noch große Bedeutung genießt, und dass besonders die Geige noch oft erlernt wird.
Weiter lud er zum Ehrenabend für seinen Vorgänger Hansl Auer nach Teisendorf am Martinstag ein. Ein besonderer Dank der Zuhörer und der Organisatoren galt allen Teilnehmern. Durch ihren Einsatz und ihren Probeneifer erlernten sie zum Teil sogar in weniger als einem Jahr ihr Instrument. So sorgten sie alle für einen sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Nachmittag. re