Tagung der Feuerwehrkommandanten Im Landkreis-Norden

Umfassendes Wissen und Können gefragt

von Redaktion

Wahrscheinlich gibt es in jeder bayerischen Gemeinde eine Kirche – und eine Feuerwehr. Früher noch dazu die Wirtschaft. Die Kommandanten der Kreisbrandinspektion im Bereich II des Landkreises Rosenheim, das ist einfach gesagt der Altlandkreis Wasserburg und Schechen, trafen sich nun zur Herbstversammlung im Gasthaus Sanftl in Eiselfing.

Wasserburg/Eiselfing – Man hatte fast den Eindruck, dass es sich bei dem Treffen um eine Familienveranstaltung handelt. Spürbar war, dass man sich schätzt, respektiert, vertraut und auch mag. Ein gutes Gefühl, sollte man die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Feuerwehren einmal brauchen.

Mit seiner Begrüßung machte der für den Bereich verantwortliche Kreisbrandinspektor Georg Wimmer aus Soyen schon deutlich, wie wichtig die Kommunikation untereinander und mit ihm ist. Und die leistungsgeprüfte, regelmäßige Ausbildung. Über „reichliche viele Einsätze“ berichtete Georg Wimmer. Egal ob Brände in Asylbewerberheimen, in Wohngebieten oder auf Bauerhöfen. Die Feuerwehrler verfügen über ein durchdachtes und professionelles Wissen und Können. Und das Alles als ehrenamtliche Helfer.

Diese Ehrenamtlichkeit stellte der Zweite Bürgermeister von Eiselfing, Johann Herzog, in den Focus seines Grußwortes. Die Bürgerschaft nehme diese als selbstverständlich wahr und wisse kaum, welch zeitlicher und organisatorischer Aufwand hier geleistet wird. Für die Gemeinden seien deshalb entsprechende Investitionen in Form von Sachleistungen auch eine Anerkennung für die Freiwilligkeit und den Mut, zu Helfen, zu Retten und zu Bergen.

Die allzeit sehr gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren lobte der Leiter der Polizeiinspektion Wasserburg, Markus Steinmaßl. In besonderer Weise nannte er da die Einsätze mit den Feuerwehren bei Verkehrsunfällen und den dabei notwendigen Unterstützungen und Aufgaben. Da könne man sich fast blind aufeinander verlassen.

Über das Ziel einer Alarmierungsplanung referierte Thomas Vogt, Leiter der Integrierten Leitstelle in Rosenheim. Dabei soll es bei einer Alarmierung immer um die richtige Wahl des Einsatzmittels und um dessen schnellst mögliche Herbeischaffung gehen. Ebenso dringend notwendig ist die klare Abstimmung der beteiligten Behörden und Leitstellen. Zur einsatzmittelbezogenen Alarmierungsplanung gehört zudem die Beachtung der Zuständigkeiten in der Alarmierungsplanung im Rettungsdienst genauso wie im Brand- und Katastrophenschutz.

Alfred Stockinger, stellvertretender Leiter im Sachgebiet für Öffentliche Ordnung und Sicherheit informierte die Feuerwehrkommandanten über verschiedene Themen im Rahmen seiner Zuständigkeit. Zur Sprache kamen dabei die Geräteerfassungen in den Dienststellen, das Vorgehen bei der jährlichen Stärkemeldung der Feuerwehrmannschaften, der Rückbau im Analogfunk und die Erfassungen der sogenannten Daxenfeuer. Im Analogfunk konnte in der Region nun eine gute Netzabdeckung erreicht werden. Zum 1. Januar 2018 wurde deshalb der Rückbau freigegeben. Zum gleichen Zeitpunkt werden Anmeldungen der Daxenfeuer nicht mehr erfasst, da diese weder für die Integrierte Leitstelle noch für die Feuerwehren einen einsatzbezogenen Mehrwert haben.

Enormer Aufwand an Zeit und Energie gefordert

Zu aktuellen Themen nahm dann noch Kreisbrandrat Richard Schrank Stellung. Für einen Laien ist es dabei fast unbegreiflich, welch umfassende fachliche Kompetenz hier für die Sicherheit der Bürger erforderlich ist. Stellenbeschreibungen für einen Kreisbrandrat oder die Kreisbrandinspektoren zu erstellen wäre für Nichtinsider wohl nicht möglich. Lehrgänge organisieren, eine Abwicklungsplanung bei Unwettereinsätzen mit der Koordinierungsstelle im Landratsamt zu entwickeln, verschiedene Förderprogramme im Kopf haben und sie auch zu benützen und dann noch Zeit zu haben, um Feuerwehren zu besichtigen und vieles mehr. Ein enormer Aufwand an Zeit und Energie ist da gefordert. Vom Kreisbrandrat, seinen Inspektoren und Meistern sowie den Gott sei Dank vielen ehrenamtlichen gut ausgebildeten Frauen und Männern der Feuerwehren in der Region.

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