Wasserburg – Im Zuge der jährlichen Baumkontrolle wurden an einer Linde am Hochbehälter Fröschlanger Pilzfruchtkörper des Brandkrustenpilzes am Stamm vorgefunden. Stadtrat Lorenz Huber (Bürgerforum) hat die Linde in seiner Funktion als Baumschutzbeauftragter der Stadt besichtigt. Sein Fazit: „Sie kann sich nicht mehr selbst regenerieren“. Der Pilz sei ein Indikator dafür, dass die Linde in den letzten Zügen liege, so Huber, der das Alter des Baumes auf 80 bis 100 Jahre schätzte. Schnell waren sich die Räte einig, den Baum zu fällen und einen Ersatz zu pflanzen. Für eine Fällung spreche auch das Thema Sicherheit, so Bürgermeister Michael Kölbl, denn der Baum befinde sich in unmittelbarer Nähe zum Badria-Parkplatz und zum Skaterplatz. Armin Sinzinger (WBl) regte an, das Holz der Linde nicht zu verbrennen, da Lindenholz durchaus gefragt sei. Peter Stenger (SPD) wollte als Ersatz keinen „Bonsaibaum“. „Da muss schon ein älterer Baum hin“, forderte er. Einig waren sich die Räte, erneut eine Linde zu pflanzen.
Ersetzt werden soll auch eine Esche am Fußweg zum Badria. „Die ist sturmgeschädigt“, erklärte Lorenz Huber. Man solle hier kein Risiko eingehen, so Bürgermeister Kölbl, schließlich habe die Stadt die Haftung für diesen Fußweg.
Ein weiteres Sorgenkind ist die Trauerweide am Kriegerdenkmal in Attel. Die sei bereits „extrem verpilzt“, erklärte Huber und deshalb extrem bruchgefährdet. Er schätzte das Alter des Baumes auf etwa 100 Jahre, und damit habe die Trauerweide ihr Mindestalter bereits erreicht. Baum weg, Ersatz hin, lautete das Fazit der Räte. sam