Neubeuren – Vorsitzender Otmar Nau aus Schloßberg betonte in seiner Begrüßung, dass diese jährliche Veranstaltung kein „Wettstreit der Gesangvereine ist“, sondern die Liebe zur Musik, die die Chöre jährlich einmal zusammen kommen lasse.
Erfreulich, dass die Liedauswahl dabei sehr breitgefächert und in den meisten Fällen auch dem Leistungsvermögen der Sänger angepasst war.
Anneliese Baumann, feste Größe der Moderation, führte dieses Jahr Vorsitzender Nau durch den Abend. Wie immer wurden zwischen den gesanglichen Auftritten das Liedgut und die Chöre mit ihren Dirigenten vorgestellt.
Den Anfang machten die „Schloßberger Sänger“ unter der Leitung von Marion Hummel mit einem gesanglich vorgetragenen Sänger- und Begrüßungsspruch, dabei wirkte auch der Vorsitzende mit. Ihre Liedauswahl war zum einen die Aufforderung „Frisch gesungen“ und „Hoam sollt i geh“, was natürlich zu Beginn der Veranstaltung noch keiner tat, schließlich standen noch neun Chöre parat.
Ein Urgestein der Sängerfamilie, Sepp Rumberger als Chorleiter der Vogtareuther Sänger, forderte mit seinen Sängern dazu auf: „Lebe dein Leben“ und stellte die Frage „Wisst`s wo meine Heimat ist“.
Anschließend durften sich die Ameranger Sänger mit dem flotten italienischen Volkslied, „Ma come bale bene bimba“ zweisprachig in Italienisch und Deutsch und es folgte das bekannte Scherzlied: „Jetzat hob i mei Heiserl mit Schnupftabak deckt“. Wohlwollend stellte der musikalische Leiter Sepp Huber fest, dass man seinem Dirigentenstab gut gefolgt sei.
Zwischen den Liedvorträgen gab es mit Auftritten des jugendlichen Ensembles der Musikgemeinschaft Neubeuern gelungene Abwechslungen, die ebenfalls mit reichlich Beifall belohnt wurden.
Eine ganz andere Liedauswahl boten die Griesstätter Sänger unter Dirigent Franz Burger mit „Aber Dich gibt’s nur einmal für mich“, einen seit Jahrzehnten bekannten Schlager, und dem russischen Ohrwurm „Kalinka“, allerdings spielte ihnen die Technik des unterstützenden Elektroklaviers kleine Streiche. Um den Wein drehten sich die Lieder der Halfinger Sänger, dass „der Wein König ist“ und beschrieben den Weg des Weines „von der Traube in die Tonne“ dirigiert von Schorsch Meier.
Tierisch ging es beim Vortrag des Gesangvereins Prutting zu, ebenfalls dirigiert von Marion Hummel. Die Sänger wünschten sich „Ich wollt ich wär ein Huhn“ und beschrieben den „alten Kakadu“, beides Schlageroldies die ihren Unterhaltungswert nicht verloren haben.
In einer kurzen Pause erfuhr Rupert Sigl vom Griesstätter Chor, seit 60 Jahren Mitsänger, eine besondere Ehrung. Otmar Nau zeichnete ihn vom Sängerbund mit der silbernen Lyra mit Eichenkranz unter dem Beifall der Anwesenden aus.
Für Überraschung sorgte der Sängerbund-Vorsitzende, aufgrund seiner beruflichen Laufbahn war es ihm gelungen, den Polizeichor des Polizeipräsidiums Oberbayern für das Sängertreffen zu gewinnen. Mit dem beschwingten Lied „Lollipop“ führte dieser den Abend beschwingt weiter. Bei ihrem zweiten Lied ,ot dem humoristischen Text „die Getränke sind frei“ hatte der Chor alle Besucher auf seiner Seite. Leider stellte sich heraus, dass es bei der Ankündigung blieb.
Beim stimmlich wie immer überzeugend auftretenden Männergesangverein Brannenburg gab es Aufklärungen bei den Liedern: „wenn Mannerleit singen“ und „was wär’s denn ums Leben ohne jagen“, dirigiert von Toni Fellner und mit musikalischer Hintergrundbegleitung durch das Duo Evi und Schorsch an Ziach und Gitarre. Auf gleichem Niveau bewegte sich der Liederkranz Aising mit „Griechischer Wein“ und „Weit, weit weg“. einstudiert und dirigiert von Erich Declara.
Bayerisch gestaltete das Chor-Treffen der MGV Kiefersfelden. Mit Schorsch Seliger als Dirigent wurden die Zuhörer mit kräftigen, aber guteingesetzten Stimmen: „Auf die Alm bei der Zirm“ und „Wenn Du durchgehst durchs Tal“, geführt.
Zum Schluss sangen alle den „Andachtsruf“
Wie immer gab es nach den Sängertreffen ein gemeinsames Abschiedslied. In diesem Jahr war es der „Andachtsruf“, mit dem sich alle Chöre, einschließlich der Gäste, ebenfalls dirigiert von Schorsch Seliger, voneinander verabschiedeten.
Nicht auszuschließen ist, dass sich die Ameranger Sänger nach Fertigstellung der Ameranger Mehrzweckhalle und wegen des im Jahr 2019 anstehenden 100-jährigen Bestehens des Männergesangvereins um die Ausrichtung des Innkreis-Sängerfestes bewerben werden. re