Wie kam es zu Ihrem Engagement beim Bund Naturschutz?
„Ich mag Wasserburg, ich bin begeisterter Wasserburger, die Natur ist hier schön und ich wollte etwas tun, dass das so bleibt. Ein wichtiger und großer Motivator war dabei Joe Prantl, seine praktischen Tätigkeiten wie etwa der Biotopverbund, seine Exkursionen, seine Vorträge“.
Was war in all den Jahren das schönste Ereignis und worüber haben Sie sich am meisten geärgert?
„Bestimmt auf jeden Fall ein großer Erfolg war die Rettung des Wuhrtals, das nun nicht mit einer Brücke verschandelt ist, die einst schon mehr oder minder beschlossen war. Sehr unangenehm waren mitunter Reaktionen auf meine Arbeit von manchen Leuten. Unter die Haut gegangen ist mir das vor allem im Zusammenhang mit der 220 Jahre alten Eiche in Gabersee, die wegen des Klinikneubaus fallen musste. Manche Reaktionen taten echt weh“.
Ihr Wunsch zum Abschied?
„Auch wenn es heute immer noch manche kritische Stimme gibt, sind wir keine realitätsfremden Fanatiker, sondern immer an echten Lösungen bei Eingriffen in die Natur, etwa über sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen, interessiert. Damit Wasserburg ein lebenswertes Biotop für Pflanzen, Tiere und Menschen bleiben kann habe ich einen, ich weiß durchaus teuren Wunsch: Bürgermeister und Stadtrat sollten sich konkrete Gedanken über die dauerhafte Einstellung einer Fachkraft für Naturschutz und Landschaftsplanung im Rathaus machen, der aufeinander abgestimmte Projekte vor Ort künftig systematisch koordinieren und steuern kann“
Die Vorstandsaufgabe fällt weg, was kommt statt dessen?
„Global denken, lokal handeln ist mein Motto. Große Themen des Naturschutzes sollten auch in Wasserburg Thema sein. Die nun gewonnene Freizeit werde ich für meine Hobbys wie Literatur, Fotografie oder auch Fremdsprachen nutzen. Die Natur, vor allem Tiere und der Naturschutz interessieren mich natürlich weiter. Wenn der Bund Naturschutz Wasserburg mich braucht, stehe ich gerne zur Verfügung. reg/vo