Ortsteil-Bürgerversammlung in Eiselfing

Zustand der Straßen unter der Lupe

von Redaktion

Die Gemeinde Eiselfing kann ab 2018 Geld für Straßensanierungen einplanen. Überhaupt bestimmte das Thema „Straßen und Verkehr“ weitgehend alle Ortsteilversammlungen.

Eiselfing – Mit der Einladung zum Vier-Augen-Gespräch oder dem direkten Kontakt mit ihm über Internet und Telefon beendete der Bürgermeister die Fragerunde. Deutlich spürbar war in den Ortsteilen dem Bürgermeister zufolge die Verbundenheit der Bürger mit ihrer Gemeinde und dem eigenen Wohnort. Dies sei ein Zeichen demokratischen Bürgersinns in einer sozialen Gesellschaft im ländlichen Bereich, stellte er fest.

Schilchau: Im Gegensatz zu Kerschdorf waren die Besucher der Ortsteilversammlung in Schilchau mit dem Breitbandausbau recht zufrieden. Es gab sogar Lob für den zügigen Abschluss des Vorhabens und die gute Kooperation zwischen den Bürgern im Bereich Erpertsham-Hebertsham-Schilchau mit der Gemeinde. Kritik gab es dagegen für den schlechten Zustand der Straßenoberfläche bei der Ortsdurchfahrt und eines gemeindlichen Kiesweges in Erpertsham.

Vertreter der Feuerwehr in Schönberg wollten vom Bürgermeister wissen, ob es eine Möglichkeit zu einem Neubau für das marode Gerätehaus an der B304 in Schilchau gibt. Georg Reinthaler verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuell in Erstellung befindliche Feuerwehrbedarfsplanung. Nach deren Verabschiedung durch den Gemeinderat werde ein Neubau des Schönberger Feuerwehrhauses weit oben auf der Prioritätenliste stehen.

„Ein Vergleich ist schwierig, da die Nachbargemeinde finanzstärker ist.“ Georg Reinthaler

Bezüglich der Neuausweisung des Wasserschutzgebietes rund um die beiden Trinkwasserbrunnen im Bereich von Wimpasing informierte der Bürgermeister über die Kontakte des Wasserzweckverbandes mit dem dafür verantwortlichen Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim. Ziel sei es, das seit Jahren offene Kapitel im Jahr 2018 endlich abschließen zu können.

Alteiselfing: Die letzte Ortsteilversammlung im Gemeindegebiet fand in Alteiselfing statt. Wie in den vorherigen Veranstaltungen standen auch hier die Straßen und der Verkehr weit oben bei den Fragen. Besonders in den Ortsbereichen um Mühlberg, Moos und Perfall sei es dringend notwendig, die Straßen und eine Brücke wieder herzurichten, meinten einige der Fragensteller. Das betreffe dabei nicht nur die asphaltierten Straßen, sondern auch die gemeindlichen Feldstraßen. Dafür fanden sie unter den Anwesenden rege Zustimmung. Die Nachbargemeinde, gemeint war hier Amerang, würde hier wesentlich mehr unternehmen, war eine der geäußerten Meinungen. „Ein Vergleich ist schwierig, da die Nachbargemeinde finanzstärker ist. In Eiselfing konnte 2017 dafür kein Geld im Haushalt eingestellt werden“, antwortete Bürgermeister Georg Reinthaler. In näherer Zeit ab 2018, so der Bürgermeister weiter, könne man dann schon eher darauf reagieren. Die landwirtschaftlichen Betriebe bat er deshalb um die eigene aktive Mitarbeit und Unterstützung. Mineralbeton könne dazu im Wertstoffhof zu den üblichen Öffnungszeiten in einzelnen Mengen kostenlos abgeholt werden. Zum Wertstoffhof wurde nachgefragt, wann dieser umgestaltet wird. Laut Georg Reinthaler ist man deshalb seit zwei Jahren mit dem Landkreis im Gespräch. Noch heuer solle der Plan vorgelegt werden. Die Gemeinde hat ihm zufolge nur die Kosten für den gemeindeeigenen Bereich zu tragen.

Weil man schon beim Thema Kosten für die Straßen und andere Investitionen war, wollte ein Gemeindebürger wissen, wie es in Eiselfing mit der Gewerbesteuer ausschaue – wo den Wasserburgern die Einnahmen schon wegbrechen würden. Er gehe nicht davon aus, dass die Eiselfinger Betriebe und das Gewerbe ihren Firmensitz woanders hin verlegten, so der Bürgermeister in seiner Antwort. Zudem erhalte die Gemeindekasse durch Grundstücksverkäufe im Neubaugebiet in nächster Zeit kalkulierbare Einnahmen.

Rege wurde diskutiert: Die Themen betrafen im weiteren Verlauf der Versammlung die allgemeine Verkehrsentwicklung und die Einhaltung von Geschwindigkeitsvorgaben, bereits gebaute und zukünftige Kreisel, zu tief gelegte Gullydeckel, großflächige Waldrodungen in der Filzen und die Frage, ob die Straßenausbaubeitragssatzung komme oder nicht. Georg Reinthaler vertrat hier die Auffassung, dass es vor der Landtagswahl 2018 wohl keine Entscheidung geben werde.

Artikel 1 von 11