Jeder ist aufgefordert

von Redaktion

Appelle für ein bewusstes Leben im Glauben und den persönlichen Einsatz für ein friedliches Zusammenleben prägten den Volkstrauertag gestern in der Gemeinde Eiselfing. Pfarrer Thomas Weiß bezog sich in seinem Gottesdienst auf den Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher: „Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.“ Jeder Mensch müsse sich im Klaren darüber sein, dass es auch heutzutage keine vollkommene Sicherheit gebe, was uns etwa schwere Naturkatastrophen rund um den Globus immer wieder deutlich machten. Doch im Glauben steckten auch gemäß Paulus seit jeher die nötige Kraft und Hoffnung: „Ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages“. Mit dieser Gewissheit ließe sich das Bedrohliche der Dunkelheit in der Nacht überwinden. Nachdenkliche und gleichsam eindringliche Worte sprach Sepp Maier (links neben Vorsitzendem Sepp Niederlechner) für die Eiselfinger Reservisten- und Kriegerkameradschaft. Die Politik sei aufgrund von Krieg und Armut in der Welt gefordert, umfassende mutige Lösungen umzusetzen, anstatt nur simple Antworten für die drängenden Probleme anzubieten. „Außerdem verdienen unsere Veteranen und gefallenen Kameraden auch in Deutschland weiterhin ein würdiges und respektvolles Andenken.“ Die Zeit des Nationalsozialismus und der Wehrmacht dürfe nicht mit unreflektierten Argumenten und Aussagen zum Tabuthema reduziert werden. Sie sei vielmehr ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und des Erinnerns, damit sich derartige Gräueltaten nicht wiederholten. „Heute ist jeder von uns gefordert, sein Konsumverhalten und sein Anspruchsdenken immer wieder kritisch zu hinterfragen.“ Denn Not und Konflikte in den armen Ländern dieser Erde hingen eng damit zusammen und wirkten sich langfristig auch auf unsere Heimat aus, so Maier. Foto re

Artikel 5 von 11