St. Wolfgang – Ein fester Termin für die Freunde von Blasmusik ist das Herbstkonzert der St. Wolfganger Blechblaskapelle. Das musikalische Schmankerl lockte diesmal knapp 500 Zuschauer in die Goldachhalle, und sie wurden nicht enttäuscht.
Schon der Einmarsch der Musikanten mit dem Stück „Slaidburn“ offenbarte die klangliche Wucht von Blasmusik. Unter der Leitung von Claus-Peter Wittmann und Rupert Schäfer präsentierten sich die Blechbläser bestens präpariert. Während Wittmann den ersten Teil bis zur Pause dirigierte, übernahm Schäfer die meisten Stücke des zweiten Teils und führte routiniert durch das Programm. Dass die Marsch-Kompositionen „The Cross of Honour“ und „A.R.C. Centennial March“ meisterlich gespielt wurden, verwunderte nicht, schließlich befand man sich auf ureigenstem Terrain. Aber selbst das mit Höchstschwierigkeiten gespickte Wettbewerbsstück „Concert Prelude“ von Philip Sparke gelang scheinbar mühelos. Auch die Nachwuchsbläser durften zeigen, was in ihnen steckt. Die „schwierigen, aber spaßigen“ Stücke „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury und die Filmmusik zu „Pirates of the Caribbean“ wurden mit Sonderapplaus belohnt.
Auch Wittmann lobte „Fleiß und Disziplin“ seiner Schützlinge. Nachdem die Zuschauer mit der „Fanfare for a New Age“ aus der Pause geholt worden waren, ging es rasant durch die gesamte Palette von Blasmusik. Dem anspruchsvollsten Stück des Abends, der Konzertmusik „Lady Nairne“, bei dem Florian Schwarzenbeck als Solist mit dem Euphonium glänzte, folgten die Polka „Von Freund zu Freund“ und die Filmmusik zu „Titanic“ mit der unüberhörbaren Eisbergwarnung. Das Posaunen-Register durfte sich bei „Blades of Toledo“ in der Stierkampfarena beweisen und stressfrei in den Walzer „Tranquillo“ hinübergleiten. In die russische Romantik des 19. Jahrhunderts entführte die Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“ von Mikhail Glinka als Schlussstück. Bei den Zugaben „Stand by me“ von Ben E. King und dem Berner Marsch gab es kein Halten mehr und die ganze Halle klatschte begeistert mit.