Feuerwehr Wasserburg und Feuerwehr Attel/Reitmehring

Neue Aufgaben, neue Spezialisten

von Redaktion

Die Feuerwehren der Stadt Wasserburg bildeten in den vergangenen Wochen in über 20 Stunden Ausbildungszeit elf weitere Feuerwehrdienstleistende als Spezialisten in der Absturzsicherung aus. Und nach einer Neuorganisation im Landkreis Rosenheim bilden die Feuerwehren Wasserburg und Attel/Reitmehring eine Sondereinheit für die Bereiche Bahn und Gefahrgut. Die gute Nachricht: Fast 20 neue Feuerwehranwärter und -dienstleistende hat die Wasserburger Feuerwehr.

Wasserburg – Beim Thema Absturzsicherung ging es in der Ausbildung um Wissen und Können vor allem zur Eigensicherung im Einsatzgeschehen wie bei Tiefbauunfälle oder Arbeiten auf Dächern. „Wenn es um komplexe Rettungsaktionen geht, in denen Abseilen oder Klettern erforderlich ist, sind wir in Wasserburg mit einer hervorragenden Bergwacht ausgestattet, die im Bedarfsfall diese Spezialfälle übernimmt. Die jüngst ausgebildeten Feuerwehrkräfte können jedoch hier auch wertvolle Zuarbeit und vorbereitende, sichernde Maßnahmen leisten“, so Stefan Gartner, Pressesprecher der Feuerwehr Stadt Wasserburg.

Erleichtert werden solche Zusatzausbildungen dadurch, dass in den vergangenen zwei Jahren die Feuerwehr der Stadt einen enormen Zuwachs an aktiven Mitgliedern verzeichnete. So wuchs in den vergangenen 15 Monate die Mannschaft um die Kommantanten Georg Schmaderer und Rudi Göpfert junior um fast 20 neue Feuerwehranwärter und Feuerwehrdienstleistende an.

Eine vor zwei Jahren ins Leben gerufene Initiative, die Angestellten der Stadt Wasserburg in den Feuerwehrdienst zu integrieren, trägt nun Früchte. Im Einsatzfall verrichten auch wieder Beschäftigte aus dem Bauhof, dem Standesamt, Bauamt, Ordnungsamt, Hauptamt und Badria den Feuerwehrdienst. „Wir können derzeit zufrieden sein“, sagt Stefan Gartner.

Sondereinheit zuständig von Schechen bis Babensham, von Albaching bis Amerang

Und Kommandant Georg Schmaderer ergänzt: „Zudem ergänzen unsere Mannschaft erfahrende Feuerwehrler aus München, Rott und Penzing. Besonders erfreulich ist, dass die Stützpunktfeuerwehr Wasserburg mit Peter Peischl nun auch einen sehr erfahrenen Notfallseelsorger und gleichzeitig gut ausgebildeten Feuerwehrler in ihren eignen Reihen hat“.

Rudi Göpfert verweist auf das Ehrenamt, welches zwar bei Einsätzen während der Arbeitszeit eine Lohnfortzahlung für den jeweiligen Arbeitgeber sichert, jedoch der weit umfangreichere Teil an Ausbildung und Vereinsarbeit in der Freizeit zu leisten sei. So gesehen sei es doch immer eine Pionierarbeit, den ein oder anderen Beschäftigten der Stadt, der sich nur tagsüber und arbeitsplatzbedingt in Wasserburg aufhält, als kompletten Neueinsteiger oder bereits ausgebildeten und in einer anderen Feuerwehr am jeweiligen Wohnort aktiven Feuerwehrler zu gewinnen. Auch wenn bei der Feuerwehr oftmals hochstandardisierte Verfahren im Grundsatz gleich seien, gebe es bei einer Stützpunktfeuerwehr wie Wasserburg viel Sonderausrüstung, auf die sich alle Neuen einarbeiten müssten.

Auch neue Sonderaufgaben erfordern zusätzliches Spezialwissen, so die neu organisierte Sondereinheit der beiden Feuerwehren Wasserburg und Attel/Reitmehring für die Bereiche Bahn und Gefahrgut. Nach einer Neuorganisation im Landkreis Rosenheim gibt es drei weitere Feuerwehren mit dieser Sondereinheit. Das Einsatzgebiet für den Inspektionsbereich II, den der Feuerwehren Wasserburg und Attel/ Reitmehring, erstreckt sich von Schechen bis nach Babensham und von Albaching bis nach Amerang.

Für diese neuen Aufgaben fand in der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried ein Trainingstag für die Feuerwehren im Landkreis Rosenheim statt, mit dabei acht Aktive aus Wasserburg. Acht verschiedene Einsatzübungen standen auf dem Plan, Schwerpunkt immer wieder das Abarbeiten bestimmter Standarteinsatzregeln. Aufgezeigt wurden auch Grenzen und Zuständigkeiten der Feuerwehren. „Die Aufgaben erfordern ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft sowohl in der Ausbildung- wie auch bei oft sehr gefährlichen Einsätzen. Gemeinsame Übungen, Erfahrungsaustausch und Kameradschaftspflege im Ehrenamt ist für einen effektiven Dienst ein elementarer Bestandteil.

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