Gars – Rund 40 aktive Mitglieder, Ehrenmitglieder und Vertreter sowie Vertreter des Landkreises, der Polizeistation Haag, der Kreisbrandinspektion und der Gemeinde kamen zur Jahresversammlung.
42 Einsätze mit rund 750 Einsatzstunden hatte die Feuerwehr seit der letzten Jahreshauptversammlung im November 2016. Darunter fielen unter anderem 24 Technische Hilfeleistungen und elf Brände. Anklang fand die gemeinsame Teilnahme am Atemschutzabzeichen der Feuerwehren Lengmoos und Mittergars. Begehungen fanden unter anderem in der neuen Grundschule und Mittelschule statt. Auch den Tag der Offenen Tür und die Großübung in Lengmoos im Oktober nannte Greißl „einen großen Erfolg“.
Dabei war die Feuerwehr zudem bei den Pfingstwallfahrten zusammen mit der Partnerfeuerwehr Gars am Kamp in Österreich: „Ab fünf Uhr in der Früh ging es los. Es war eine absolute Ruhe zu spüren, kein Stress, keine Hektik. Man merkte, dass die Leute Teamarbeit gewohnt sind“, beschrieb der erste Vorstand Manfred Schatzeder die Atmosphäre.
Zu seiner Ausbildung zum Zugführer berichtete Kommandant Klemens Greißl von einer Übung, bei der es galt, 1,5 Kilometer Schlauch auszulegen und zum Feuerlöschen bereitzustellen. Stellvertretender Landrat Alfred Lantenhammer meinte dazu, dass „das immer häufiger vorkommen wird. Das wird in Zukunft Standard sein.“ Dies betreffe insbesondere große Flächengemeinden. Und auch Kreisbrandmeister Herbert Rutter ging auf die Übung als realistisches Szenario ein: Der Landkreis tätigt derzeit eine Sammelbestellung an Schlauchwagen mit 600-Meter-Schläuchen. Damit erniedrigt sich der Preis für die örtlichen Feuerwehren.
Jugendwartin Nadine Greißl berichtete von 19 Übungen, die fünf Jungen und drei Mädchen in ihrer Abteilung im laufenden Jahr absolviert haben. Besonderen Spaß bereitete außerdem eine Rodelgaudi im Januar 2017 und ein Ausflug zum Rafting. Bei den Feiern zum fünfjährigen Bestehen des Kinderhauses Sankt Antonius in Au bastelten die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer mit den Kindern Feuerwehrautos.
Und auch an Weiterbildungen nahm die Jugend teil, unter anderem an einem gestuften Wissenstest in Waldkraiburg. Fünf Jugendliche haben zudem das Basismodul der Modularen Truppausbildung (MTA) bestanden. Für das kommende Jahr plant die Jugend weitere Module der Truppmannausbildung zu absolvieren.
Die Bedeutung des Nachwuchses betonte Erster Kommandant Greißl: „Wir wollen mehr werden. Wir müssen die Übungen auch für die Jugend attraktiv machen.“ Und auch Vorsitzender Manfred Schatzeder mahnte: „Nehmt die Jungen mit, bindet sie mit ein. Vermittelt ihnen, dass es keine dummen Fragen gibt.“
Den Kassenbericht stellte Kassier Lorenz Huber vor: Demnach betrugen die Einnahmen unter anderem aus Spenden, Versorgung der Wallfahrer, Getränkeeinnahmen sowie Mitgliedsbeiträgen fast 8500 Euro. Die Ausgaben setzten sich zusammen aus Investitionen in Fahrzeuge und Gebäude sowie Veranstaltungen, Jugendaktivitäten, Schulungen und Einkleiden der Jugendfeuerwehr mit fast 4000 Euro. In der Kasse der Feuerwehr ergibt sich damit ein Plus von rund 4000 Euro.
Zu den Investitionen im Jahr 2017 gehört unter anderem eine Rückfahrkamera am Tanklöschfahrzeug und elektrische Tore am Feuerwehrhaus.
Vorstandswahlen nur noch für drei Jahre
Zum Ende der Sitzung stand eine Änderung in der Satzung an. Unter anderem beschlossen die Teilnehmer der Sitzung, die Wahl des Vorstands von sechs Jahren auf drei Jahre zu reduzieren. „So findet sich vielleicht schneller jemand, der eine Aufgabe übernehmen möchte. Drei Jahre im Vorstand können sich viele besser vorstellen als sechs Jahre im Amt zu sein“, sagte Schatzeder, der seit 23 Jahren im Vorstand tätig ist. Die Wahl des Kommandanten auf sechs Jahre ist davon nicht betroffen.
Für die aktiven Mitglieder stehen nach Kommandant Greißl im nächsten Jahr das Leistungsabzeichen Wasser und Übungen an der Wasserversorgung an verschiedenen Stellen der Gemeinde sowie diverse Begehungen von Gebäuden an.
Ganz zum Schluss standen die Vergabe diverser Leistungsabzeichen, Dienstjubiläen und Beförderungen an.