Amerang – Es gab, passend zu der vorgelesenen Geschichte von Uta Teply, die zusammen mit Christine Erb, Marion Kläber und Wolfgang Abfalter wieder für die Organisation verantwortlich war, eine Glücksstunde kostenlos, durch die Moderator Rup Bonz führte.
Bürgermeister Gust Voit dankte dem Kulturkreis und hob dessen bürgerverbindende kulturelle Aktivitäten in der Gemeinde hervor.
Zügig stimmten „Die jungen Bläser“, zwölf jugendliche Musiker der Ameranger Dorfmusik unter Leitung von Michael Oberbauer junior, die Zuhörer im gut besuchten Pfarrsaal ein mit den stimmigen Musikstücken „Let’s break Bread“ und „Amazing Grace“.
Erlebnisse und Eindrücke einer Kulturreise nach Israel im Rahmen von 35 Jahren Jugendaustausch durch den Kreisjugendring Rosenheim mit israelischen Jugendlichen gab Bürgermeister Voit wieder. Nahegehende Begegnungen mit Holocaustüberlebenden oder das Vorhandensein von vielen Religionsrichtungen nebeneinander hinterließen ebenso nachdenkliche wie ermutigende Jugendliche mit der Hoffnung, „dass heutige Probleme vielleicht durch nachfolgende Generationen zielführender gelöst werden können“.
Entspannende Feierabendmusik bot die örtliche „Ofenbankmusi“ mit Franziska Kassewalder (Diatonische), Alexandra Rothbucher (Harfe) und Ludwig Lederer (Gitarre) mit dem „Rauriser“ und „Flachgauer“.
Aus dem Literaturheft des früheren Innsbrucker Bischofs Reinhold Stecher truf Pfarrer Josef Reindl die fünf Symphonieaspekten „Heimat“ vor. Er vermittelte, dass der Mensch Horizonte brauche und, dass im Jenseits eine unverwechselbare Heimat warte.
„Paradeiserl“ und „Es glänzt die Sunn“ ließ das Musiktrio Renate Giessen (Gitarre), Max Beer (Zither) und Claudia Katzenmüller (Gitarre). Monika und Michael Pabel zeigten nach der musikalischen Interpretation der „Arche Noah“ (Michael mit seiner Oktavgitarre) – frei nach dem Lied von Bruce Low, dass auch ein kleiner Schwindel zu einem Happy End führen kann. Dabei durften die Besucher bei dem Kehrreim „Bleib nicht draußen, steig doch ein und komm in die Arche rein!“ musikalische Unterstützung leisten, was sie auch stimmkräftig taten.
Nach eigenen Aussagen haben sie gemeinsam 165 Jahre auf dem Rücken: Sepp Rumberger (Akkordeon) und Rup Bonz (Mundharmonika), denen mit einer Melodie von Rubinstein und der Humoreske von Dvorak ein stimmungsvoller musikalischer Vortrag gelang. Eine indianische Weisheit über vier Zimmer, die jeder Mensch täglich betreten sollte, erzählte Marion Kläber. Aus aktuellem Anlass, er ist in diesem Jahr Opa von Zwillingen geworden, trug Konrad Fürstenberger mit seiner Gitarre ein Lied über Kinder vor, beginnend von den „kleinen Händen“ bis zum Rückgrat, das bei Erwachsenen manchmal die Stabilität vermissen lasse.
„Kirchenfestsaal“ gelungene Raum-
Alternative
Mit der „Feuerwerksmusik“ und dem „traditionellen festlichen Aufzug“ wurde es wieder etwas lautstärker im „Kirchenfestsaal“, den die Gäste und Veranstalter als gelungene Raum-Alternative für die Veranstaltung sahen.
Nach der Geschichte von der Kupfermünze mit der bereits angesprochenen geschenkten Glücksstunde durch Uta Teply gaben die Ofenbankmusi und das Musiktrio Beer und Co. als „i-Tüpfelchen“ je zwei Lieder zum Besten.
Alle Akteure und Helfer „hinter der Bühne“ wurden dann zu einem kleinen kostenfreien Buffet mit Getränken eingeladen.
Ein „Schmankerl“ hatte der Bürgermeister zum Schluss noch parat, denn er wusste, dass es noch einige versteckte Talente in Amerang gäbe und zwinkerte dabei dem „Kloaöder“, als Zuhörer anwesend, zu, der manchen unvergesslichen Spruch drauf hat, wie: „Es ist mir wurscht wie dick des Brot ist, wenn die Wurscht dicker wie des Brot is“. Und in Richtung Spendenkorb meinte der Moderator: „Kulturvereine sind immer sehr hochdefizitär“.