Babensham – Das Ende des Zweiten Weltkriegs ist bereits 72 Jahre her, in vielen Regionen der Welt herrscht jedoch Terror, Krieg und Leid. Am vergangenen Sonntag fand der alljährliche Volkstrauertag statt. Seine Botschaft, die Notwendigkeit des Innehaltens und die Trauer um die Opfer des Krieges sind damit aktueller denn je.
Viele Bürger versammelten sich am Sonntag nach dem Gottesdienst vor dem Kriegerdenkmal in St. Leonhard (Gemeinde Babensham). Während sie der andächtigen Musik des Bläserensembles und den Worten der Redner lauschten, ließen sie ihren Blick über das Kriegerdenkmal schweifen. Dort sind die Gefallenen der beiden Weltkriege aufgelistet – beim Lesen der Namen werden die Schrecken des Krieges und die Sinnlosigkeit der Tode deutlich. In Trauer um die Opfer des Krieges und um den Frieden in unserem Land zu mahnen, legte der Krieger- und Soldatenverein einen Kranz nieder.
In seiner Rede an die versammelten Bürger mahnte Bürgermeister Josef Huber das Leid der Kriege, welche so viele Leben zerstört haben. Er forderte jedoch auch dazu auf, die eigenen Privilegien zu schätzen: „Der Volkstrauertag ist ein Tag des Innehaltens, der Erinnerung, des Gedenkens. Er sollte aber auch Anlass zur Dankbarkeit dafür geben, dass wir seit 72 Jahren in unserem Land ohne Krieg leben, dass unsere Kinder in beiden Teilen Deutschlands seit der Wiedervereinigung in einer freiheitlich verfassten Demokratie aufwachsen können.“