Gemeinderat Reichertsheim

1,1 Millionen Euro für Breitband

von Redaktion

Der Breitbandausbau geht in Reichertsheim weiter. Dank des Höfe-Bonus´ steht noch einmal so viel Geld für die Gemeinde zur Verfügung wie im vorhergehenden Ausbau-Programm. Damit dürfen 1,1 Millionen Euro vergraben werden, um 74 Anwesen mit schnellem Internet im Außenbereich zu versorgen.

Reichertsheim – Anton Biereder vom Haager Planungsbüro Höpfinger gab den aktuellen Stand wieder. Zu berücksichtigen sei, dass sich die Technik mittlerweile weiterentwickelt habe. Sogenanntes Vectoring filtere Störungen besser aus einer Leitung heraus, so dass sich bei der Übertragung durch ein Kupferkabel die Geschwindigkeit erhöhe. Mittlerweile sei auch das Markterkundungsverfahren beendet, dabei habe sich ergeben, dass südlich von Furth die Firma Amplus aus Teisnach einen Bereich eigenwirtschaftlich ausbaue. Das falle somit aus diesem Zuschussverfahren heraus. Gut versorgt seien Reichertsheim-Ort, Ramsau und Thambach, nun gehe es um die Randbereiche, die in neun Gebiete aufzuteilen seien. Dabei war zu berücksichtigen, „dass da überhaupt jemand wohnt“, erklärte der Ingenieur. Bürgermeisterin Annemarie Haslberger wusste, dass einige Anwesen leer stehen. Grundsätzlich würde jetzt bei einem Ausbau Glasfaser eingesetzt, das sei zukunftssicher. Die Übergabe finde stets an der Grundstücksgrenze statt, ein Hausanschluss koste den Besitzer 800 Euro, wobei die Wahl des Anbieters frei sei. Später, so wusste Biereder, sei das aber teurer, da jetzt die Mitarbeiter bereits vor Ort seien.

Beschluss einstimmig

Ein Anwohner aus Robeis erkundigte sich nach einem Glasfaseranschluss, erfuhr jedoch, dass die Telekom, falls sie ausbaue, nicht mit Kupfer mische. Würde die Vorgabe mit Kupferleitungen erfüllt, koste ein extra Glasfaseranschluss gut 10000 Euro. Grundsätzlich werde aber nur noch mit Glasfaserleitung erschlossen, dann seien bis zu 200 Megabit in der Sekunde Übertragungsgeschwindigkeit möglich. Eine weitere Frage der Zuhörer betraf die Kategorie der verwendeten Glasfaserkabel. Früher einmal verwendete Glasfaserkabel genügten derzeitigen Anforderungen nicht mehr, das sollten Betroffene aber wissen, meinte auch Gemeinderat Franz Stein.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat schließlich den Start des nun folgenden Auswahlverfahrens zum Ausbau.

Artikel 1 von 11