St. Wolfgang – Neben der politischen Entwicklung der Gemeinde (wir berichteten) stellte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW) in der Bürgerversammlung auch eine ganze Reihe von Daten und Informationen vor: Die Kommune wächst und ist in vielen Bereichen gut unterwegs, auch auf den Straßen.
Die Einwohnerzahl ist bis zum 1. November um 1,7 Prozent auf 4698 (2016: 4616) gestiegen, davon 192 mit Nebensitz. Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt’s in der Gemeinde insgesamt 1129. Die meisten Bürger wohnen in St. Wolfgang (1861), gefolgt von Armstorf (1003) und Jeßling (450) mit dem Seniorenheim (215) in Wernhardsberg. Großschwindau (128) ist der kleinste Ortsteil. Zuzüge gab’s 297 (2016: 212), Wegzüge 224 (213). Bei der natürlichen Entwicklung standen 41 Geburten 49 Sterbefällen gegenüber. Erfreulich sind laut Bürgermeister 26 Eheschließungen und die „nur“ neun Scheidungen.
Der Gemeinderat hatte 2016 öffentlich 13-mal und neun Mal nichtöffentlich getagt und dabei elf Tagesordnungspunkte abgearbeitet, 70 öffentliche und 31 nichtöffentliche. Zusätzlich tagte der Bauausschuss zehnmal und behandelte 45 Bauanträge. Gaigl freue es dabei persönlich, „dass mittlerweile treue Besucher“ zu fast allen Sitzungen kommen. Es sollte Bürgerinteresse sein, die Arbeit des Gemeinderates persönlich zu verfolgen. Im Schnitt kämen fünf Besucher in seine wöchentliche Bürgersprechstunde, sagte Gaigl.
Die Gemeinde bietet in den Kindertageseinrichtungen 205 Plätze an, wobei 14 Kinder auswärtige Kitas besuchen und elf „einpendeln“. An der Grundschule werden in acht Klassen 150 Schüler unterrichtet. „Die Schülerzahlen steigen generell“, freute sich Gaigl. Im Schuljahr 20116/17 lag bei 38 Viertklässlern die Übertrittsrate an weiterführende Schulen bei fast 75 Prozent. Die Schulbusbeförderung kostet die Gemeinde jährlich rund 110 000 Euro.
Als einen „Beitrag zur Verkehrserziehung“ sieht Gaigl die Kommunale Verkehrsüberwachung. Mit dem „Blitzer“ habe sich die Gemeinde keine goldene Nase verdient. Der Überschuss liege konstant bei rund 3000 Euro. Innerorts werde etwa um 5 km/h zu schnell gefahren, die Verstöße lagen ihm zufolge zwischen 60 und 86 km/h. Bei Einführung des „Blitzens“ vor einigen Jahren habe der Wert noch bei zehn Prozent gelegen, sagte Gaigl, der warnte, dass außerorts auch die Polizei „blitze“.
In St. Wolfgang wurde an der B15 über drei Monate lang 15-mal „geblitzt“. Von 9472 Fahrzeugen waren 442 zu schnell. In Armstorf waren auf der B15 bei sechs Messungen von 4524 insgesamt 110 zu flott und in Lappach bei acht Messungen von 2429 Fahrzeugen 181 mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
Ziel bei den sechs Feuerwehren ist eine vorausschauende Planung für Neubeschaffungen. Alle Wehren hatten 2017 bis jetzt 160 Einsätze. Die meisten davon an Samstagen (31), gefolgt von Montagen (24) und die wenigsten mittwochs (8). Die meisten Einsätze (48) fallen in die Zeit von 18 bis 24 Uhr, am ruhigsten (12) ist es von Mitternacht bis 6 Uhr früh.
Die Anzahl der Asylbewerber ist auch in St. Wolfgang rückläufig. In Armstorf wohnen 18 Personen, elf in St. Wolfgang und sechs in Schönbrunn beim alten „Bräu“.
Gaigl selbst war „fast jeden zweiten Tag unterwegs“. Neben den Sitzungen überbrachte er 45-mal bei runden Geburtstagen und Goldhochzeiten die Gemeinde-Glückwünsche, traute sieben Ehepaare und hatte an rund 150 Abenden Gemeindetermine wahrgenommen.hew