Haag – Von einer positiven Umsetzung berichtete CSU-Chef Ludwig Schletter bei der Info-Veranstaltung vorweg: Aus der letzten Informationsveranstaltung war der Antrag der Renovierung der Friedhofskapelle eingegangen. Er stand bereits auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Sie soll nächstes Jahr erneuert werden.
Die „problematische Wohnbebauung“ sprach Bernd Katterloher an. Aus dem Flächennutzungsplan sei nicht ersichtlich, wohin sich Haag mit seiner Bebauung entwickeln solle. Die Gemeinderäte hätten jetzt die Einsicht in den aktuellen Stand der Planungen beantragt. Überflüssig für die Zukunft nannte er die breiten Gehsteige entlang der Münchener Straße, wenn keiner drauf gehe.
„Es wird nichts gemacht in dieser Richtung“Ludwig Schletter
Ob die Gemeinde jungen Haager Familien Baugrund zur Verfügung stellen könne, wollte Julian Wahl (Vorstand der Jungen Union) wissen. Die Antwort von Ludwig Schletter: „Es wird nichts gemacht in dieser Richtung.“ Rudi Thaler schlug eine Interessensversammlung der Grundstückseigentümer vor. Nicht jeder wisse, was ihn erwarte. Von vielen Flächen im Flächennutzungsplan sprach Baureferent Stefan Högenauer. Zur Verfügung stehe aber wenig: „Es geht nichts voran.“ Man müsse vermeiden, dass dieselben Ergebnisse wie zur letzten Überarbeitung herauskämen, die kaum zu Grundstücksveräußerung geführt hätten.
Nötig wären auch Flächen für Gewerbeansiedlungen, stellte man in der allgemeinen Diskussion fest. Schletter zitierte das aktuelle Beispiel eines „potenziellen Interessenten“, der zu wenig Unterstützung in Haag erfahren habe und jetzt in Maitenbeth baue. Die Areale in Winden könnten nun angegangen werden.
Proteste sind nach Feststellung der CSU von den Anliegern der Münchener Straße zu befürchten. Ihre Kosten für den Ausbau würden mit denen für die Hauptstraße, die wegen des Untergrundes viel aufwendiger ausfielen, zusammengeworfen: „Jeder sollte erfahren, was er ungefähr zu erwarten hat.“
Diskutiert wurde die Kultur in Haag. Umstritten blieben dabei die Fragen nach der „Förderwürdigkeit“. So wurde die Studie zum Kulturkonzept für 50000 Euro im Rahmen des „Schlossturmleuchtens“ als zu hoch empfunden. Nach „harter Diskussion“ habe sich der Gemeinderat dagegen erst durchringen können, 5000 Euro für das Haager Herbstfest lockerzumachen.
Zweifel wurden an der Effektivität des „Nachtexpresses“ geäußert. Er sei nachts eine Stunde von Wasserburg nach Haag unterwegs und werde kaum angenommen. Eine Linie nach München brächte dagegen wohl mehr Resonanz.