Albaching – Einen Beschluss dazu gab es nicht, da Bürgermeister Franz Sanftl sich erst mit der Kindergartenleitung besprechen möchte, welche Wünsche und Vorstellungen diese dazu hat. Das Thema wird daher zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf die Tagesordnung kommen.
Generell, so wusste Gemeinderat Stefan Schwimmer, werde die Möglichkeit, in den Wald zu gehen, sehr gut angenommen und den Kindern gefalle das sehr gut.
Bei schlechtem Wetter könnten sich die Kinder in der Aufenthaltsmöglichkeit aufwärmen und bei Bedarf nasse Kleidung trocknen. Realisiert werden könnte dies mit einem gebrauchten Bürocontainer, der neben den bereits vorhandenen Garagen aufgestellt werden könnte und der könnte mit einem Flachdach versehen werden, so Sanftl. Die Kosten für diesen Container würden sich auf rund 6000 Euro belaufen, zuzüglich etwa 500 Euro für die Fundamente sowie rund 2500 Euro für das Flachdach.
Allerdings würde die Gemeinde eine Baugenehmigung benötigen, da sich das Vorhaben im Außenbereich befinde, informierte der Bürgermeister. Da sich die Waldgruppe nur etwa zwei Tage pro Woche im Wald aufhalte, müsse die bauliche Situation mit dem Landratsamt geklärt werden. Auch mit dem Förster habe man sich schon beraten, weil im Falle einer solchen Installation einige große Bäume gefällt werden müssten. Als Alternative brachte Gemeinderat Sebastian Friesinger einen Bauwagen ins Gespräch, Franz Sanftl konnte sich eher „eine Art Zirkuswagen“ vorstellen. Helmut Maier wandte ein, es sei noch nicht lange her, da habe der Rat festgestellt, er wolle keinen Waldkindergarten einführen, „kommt er jetzt durchs Hintertürchen?“ fragte er. Franz Sanftl und auch mehrere Ratskollegen widersprachen dem: Das Gremium habe, als das Thema Waldkindergarten beraten worden sei, lediglich generell festgestellt, man finde es gut, wenn die Kinder draußen sein könnten und habe eine solche Einrichtung nicht durchwegs abgelehnt.
Rat Tobias Langer schlug vor, ein Alternativangebot für eine Blockhütte einzuholen. „Absolut ausreichend“ fand Jessica Vital-Robarge einen Container. Die Zeit dränge etwas, meinte sie, „die Kinder brauchen das jetzt“, da der Winter bevorstehe. Auf den Einwand von Ratskollege Helmut Maier erwiderte Vital-Robarge, sie sehe nicht, dass „der Waldkindergarten kommt“, zumal da einige Auflagen zu erfüllen wären. Sie finde die bestehende Möglichkeit, dass Kindergartengruppen eine Zeit im Wald verbringen könnten, „ein klasse Angebot“. Nun soll ein Gespräch mit der Kindergartenleitung zeigen, was sie sich wünscht. id