Soyen – Das Fest der goldenen Hochzeit begingen Monika und Jakob Fischberger „in Raten“: Bei der Feier zu Hause mit den Nachbarn überbrachten Bürgermeister Karl Fischberger mit seiner Frau Annemarie sowie Diakon Michael Bichler die Glückwünsche. Mit Böllern und Trompetensolo früh geweckt, fand die nächste Feier im Kreise der Familie und der Geschwister im Gasthaus Brandmühle statt. Zur Fahrt dorthin wurden sie vom Sohn mit einem Oldtimer abgeholt.
Damit hat die junge Monika wohl kaum gerechnet, als ihr beim flüchtigen Blick durch das Küchenfenster der fesche Jakob auf der gegenüberliegenden „Grundner-Baustelle“ auffiel, dass daraus eine Bindung für das Leben wird. Bei einer weiteren Begegnung am Volksfest in Haag im Juli 1966 funkte es dann zwischen den beiden und im November 1967 gaben sie sich auf dem Standesamt, das damals noch in der Stube von Bürgermeister Göschl in Altrosenberg untergebracht war, das „Ja-Wort“. Die kirchliche Trauung fand in Kirchreith statt, die Hochzeitsfeier beim „Dorfwirt“ in Soyen.
Jakob Fischberger wurde in Kasten bei Soyen geboren, seine Monika in Haag. Dies war wohl auch der Grund, dass sie die ersten Jahre in Rosenberg wohnten, bevor sie 1970 durch den Umzug zu Soyener Bürgern wurden. Mit den beiden Söhnen war ihr Glück perfekt. Eine Doppelhaushälfte wurde im Jahr 1977 gebaut und diese dann im September 1978 bezogen. Das Reisefieber packte die beiden nach ihrer Silberhochzeit. Begeistert kehrten sie aus fernen Ländern wie etwa Ägypten, Mexico, Bali oder Sri Lanka zurück. Nun aber sind die schönen Ecken Deutschlands ihr Ziel. Viel Freude bereiten ihnen ihre Enkelkinder, von denen die älteren sie schon in den Urlaub begleiteten.
Jakob Fischberger ist aus dem TSV Soyen nicht wegzudenken. Gründungsmitglied, Fußballspieler und mittlerweile mit großer Leidenschaft Kioskwirt. Es kam einmal vor, dass zu Anfangszeiten im TSV-Fußball eine gegnerische Mannschaft mit dem gleichen Trikot erschien. Kein Problem für den Jok, wie er liebevoll genannt wird. Als Trikotersatz holte er von Zuhause sämtliche Unterhemden aus dem Schrank.
Monika liebt im Sommer ganz besonders den Soyener See, der sozusagen vor ihrer Haustüre liegt, und sie deshalb auch viel Zeit beim Schwimmen verbringt.
Der harmonische Zusammenhalt mit Kindern und Enkeln, geistig und körperlich fit zu bleiben, das sind die Wünsche für die Zukunft.mzw