Georg Reinthaler: „Die Problematik der äußerst kostenintensiven Entsorgung von Bauschutt und sonstigen mineralischen Abfällen aus diversem Baumaterial über Hunderte Kilometer erfasst zunehmend mehr Kommunen.
Unabhängig vom ökologischen Irrsinn dieser zahlreichen Lkw-Fahrten liegt der Fehler im aktuellen System, welches Städten und Gemeinden die Hände bindet. Weitgehend unbemerkt von der Bevölkerung wird in Berlin eine sogenannte Mantelverordnung diskutiert und demnächst wohl verabschiedet, die Abfallstoffe und Bauabfälle in diverse Untergruppen beziehungsweise Klassen von Sondermüll aufspaltet. Die ursprünglich gute Idee, für ganz Deutschland einheitliche Standards in Sachen Recycling von Bauabfällen und Deponierung von nicht wiederverwertbarem Bauschutt zu schaffen, scheint bürokratisch aber längst schon wieder aus dem Ruder zu laufen.
So führen die schon bestehenden Regularien bereits jetzt zu absurden Situationen, mit denen die Kommunen vor Ort kämpfen müssen. Städte und Gemeinden sind, wie jeder Bürger, verpflichtet, entsprechende Fachunternehmen mit der Entsorgung der Abfälle zu beauftragen. Diese Firmen wiederum suchen sich, teilweise im gesamten Bundesgebiet, die für die einzelnen Abfallklassen passenden Deponien, deren Betreiber die Lieferungen überhaupt annehmen. Zusätzlich muss im Vorfeld jeder Fund offiziell durch einen Gutachter auf die Inhalts- und Gefahrenstoffe beprobt werden.
Ich habe mich daher mit einem ausführlichen Schreiben an das zuständige Bundesumweltministerium sowie unsere regionale Bundestagsabgeordnete gewandt, in welchem ich auf diese Probleme hinweise und entsprechende praktikable Lösungen einfordere“.