Künstler zeigen eigene Kreationen zum Thema „Krippe“

Ganz spezielle Krippenschau

von Redaktion

Das ist schon etwas ganz Besonderes: In der ARTworld des Waldhauser Künstlers Georg Mayerhanser sorgt die Ausstellung der Krippen von sechs Künstlern, die sich ihre ganz eigenen Gedanken zum Thema „Weihnachten“ gemacht haben, für Aufsehen.

Schnaitsee – Mit einer herkömmlichen Krippenausstellung hat die Krippenschau der Künstler Dominic Hausmann, Werner Pink, Helmut Sollinger, Walter Ziegler, Jørgen May und Georg Mayerhanser wenig gemein.

Nach dem Rundgang durch den festlich erleuchteten Skulpturenpark in Waldhausen steht der Besucher vor dem glänzend leuchtenden „Weihnachtsei“ Mayerhansers, das den Weg ins Atelier zur Krippenausstellung weist. Hier fällt natürlich sofort die „Goldene Cut-out-Krippe des Gastgebers ins Auge. In seiner unverwechselbaren Technik hat Mayerhanser dieses Werk geschaffen, das schon seit Jahren ein unverzichtbarer Anziehungspunkt im „ARTvent“ des Künstler ist. Auch der 33-jährige Holzbildhauer Dominic Hausmann, Vorsitzender des Künstler-Arbeitskreises AK68 in Wasserburg, stellt sein Werk aus. „Meine Herangehensweise an das Thema ‚Krippe‘ ist eher die eines Zaungastes, der die Zeichen eines Ereignisses zwar sieht und der sich deren ‚Wunderlichkeit‘ bewusst ist, der doch einer tieferen Deutung aus dem Weg geht“, erklärt er.

Gleich am Eingang steht die Krippendarstellung Walter Zieglers. Der 52-jährige gebürtige Landshuter lebt in Leobendorf und ist Mitglied beim Berchtesgadener Künstlerbund und bei der Laufener Palette. Seit 2001 ist er Fachlehrer an der Schnitzschule Berchtesgaden. Zu seiner Krippendarstellung „Flucht“ möchte er sich gar nicht äußern: „Ich möchte die Sicht auf eines der brennenden Probleme unserer Zeit jedem selbst überlassen.“

Links davon sind die Krippen mit Fingerprints von Helmut Sollinger aus Altenmarkt zu sehen. Mit dieser, seiner speziellen Darstellung ist er in Waldhausen kein Unbekannter. Der gebürtige Wasserburger stellt eine „Bayerische Kripperl-Moschee“ aus und überlässt dem Betrachter die Bewertung des Werkes, auch in Hinsicht dahin, wie das Weihnachten in den verschiedenen Glaubensrichtungen interpretiert wird.

Wuchtiger ist das Kripperlwerk von Werner Pink aus Trostberg. Er zeigt eine Krippe, bei der eine, von Licht durchflutete, neuzeitliche Stadt von den Schattenbildern seiner Gedanken an die Heilige Nacht überlagert wird. „Die beiden Wächter, sind es Engel oder göttliche Wesen, sollen uns vor dem Verlust unseres Glaubens schützen und unser Brauchtum bewahren“, so Pink, der auch Initiator der Kunstmeile Trostberg ist.

„Ich möchte die Sicht auf eines der bren-

nenden Probleme unserer Zeit jedem selbst überlassen“

Jørgen May, in der ARTworld zu Hause, präsentiert unter dem Titel „Oh, Herr erlöse mich“ die heiligen Drei. Das Trio ist seit 2000 Jahre auf der Suche nach seinem Messias. „Der Stern wurde aber noch nicht gefunden. „Deswegen sind sie auch im Dezember 2017 noch auf ihrem Weg.“

Mayerhanser selber präsentiert noch zwei kleinere sehenswerte Krippenvariationen. Die Fetzenkrippe und die Schraubenkrippe bieten unter Glas einen bemerkenswerten Anblick und lassen den fantasievoll schweifenden Gedanken des Betrachters viele Einblicke zu.

Noch an den kommenden zwei Wochenenden im Advent ist die Ausstellung jeweils Samstag und Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr zu sehen.

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