Eiselfing –Durch die Verteuerung bei der Entsorgung – die Kosten dafür belaufen sich mittlerweile auf über 300000 Euro (wie berichtet) – kann ein zusätzliches, dringend benötigtes Feuerwehrfahrzeug vorerst nicht angeschafft werden. Darüber informierte Bürgermeister Georg Reinthaler den Eiselfinger Gemeinderat in jüngster Sitzung. Sichtlich betroffen und verärgert von der schier endlosen Geschichte berichteten er und Bauamtsleiter Laurentius Fischer über die jetzige Situation der Humusentsorgung. Besonders die organischen Anteile im Humus, das ist beispielsweise altes Bauholz, ist momentan das große Problem. Niemand weiß, wo und wie dieser Anteil überhaupt entsorgt werden kann. „Sollen wir es vielleicht zum Mond schießen?“, fragte der Bauamtsleiter. Es gebe zig Vorschriften, Prüf- und Kontrollregularien. Gutachter, die jeden Fund auf die Inhalts- und Gefahrenstoffe beprobten. „Übergeordnete Behörden und Ministerien lassen hier Kommunen vor Ort mit absurden Situationen kämpfen“, stellte der Bürgermeister fest. Im ganzen Bundesgebiet suchen ihm zufolge entsprechende Entsorgungs-Fachunternehmen passende Deponien, die derartigen Müll annehmen. Georg Reinthaler wandte sich deshalb in einem Schreiben an das zuständige Bundesumweltministerium sowie an die regionale Bundestagsabgeordnete. Darin wies er auf diese Problematik hin und forderte entsprechende Lösungen ein. In der Natur darf der möglicherweise nur schwach organisch belastete Humus behördlich nicht entsorgt werden. Eiselfing bleibt somit vorerst auf den zwei Humushügeln sitzen.
Ein weiteres Thema aus dem Neubaugebiet beschäftigte die Räte in der Sitzung. Mit einer Anfrage wollte ein Bauwerber erreichen, dass er auf seiner Parzelle das Baufenster durch ein Verschieben der Garage verändern kann. „Dafür gibt es den Bebauungsplan. Und das weiß jeder Bauherr vor der Planung“, meinte Sebastian Pauker. Alle Räte waren gegen einen solchen Präzedenzfall: Das Baufenster müsse von allen eingehalten werden.bua