gemeinderat Haag

Ein Nein und ein Ja

von Redaktion

Zu riesig erschienen dem Bauausschuss des Haager Gemeinderates die geplanten Änderungen für ein Wohnhaus am Anna-Hage-Weg. Sie wurden abgelehnt. Befürwortung fand dagegen die Nachrüstung am Dach der Kapelle der Realschule.

Haag – Änderungen „im entscheidenden Maß“ habe die Firma „Villa Bavariae“ vorgelegt, berichtete Bürgermeisterin Sissi Schätz. Sie betrafen den Bebauungsplan für ein Wohnhaus mit fünf Wohneinheiten am Anna-Hage-Weg. Andreas Grundner, Leiter des Bauamtes, erläuterte den Umfang von Haupthaus, Garage und Flurstück anhand der Skizze und stellte eine „extreme Nachverdichtung“ fest. Zudem schienen die Zufahrten zu eng und nicht ausreichend dargestellt.

Der Umfang sollte sich insgesamt von den geplanten elf mal 13 Meter auf gute 12,24 mal 21 Meter steigern. Die Garage hätte die Ausmaße von 17 mal 8,50 Meter. Erhöhungen betrafen somit die Grund- und Geschossflächenzahl. Baureferent Stefan Högenauer (CSU) folgerte, das Vorhaben liege etwas weit entfernt von dem, was dem Namen des Unternehmens „Villa Bavariae“ entspräche. Entscheidend für die Verwirklichung sei, wie sich der Bau in die Umgebung eingliedere. Er erachte ihn für zu riesig und plädiere auf Ablehnen.

Das „Massivbauwerk“ der Garage müsse jedenfalls nochmals überplant werden, verlangte Zweiter Bürgermeister Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG). CSU-Chef Ludwig Schletter wollte nur Veränderungen, die sich „im Rahmen des Üblichen nach der bayerischen Bauordnung bewegen“. Bürgermeisterin Sissi Schätz schlug als Kompromiss eine „gewisse Größe“ vor, beispielsweise ein Wohnhaus mit drei statt der geplanten fünf Wohneinheiten. Die vorliegende Planung würde auch zu viel Verkehr bringen. Nachbessern oder Ablehnen laute die Entscheidung. Der Ausschuss lehnte daraufhin einstimmig ab.

Kein Problem hatte der Bauausschuss dagegen mit einem Antrag des Landkreises Mühldorf für die Haager Realschule. Da sie als „Gebäudeklasse 5“ eingestuft ist, muss der Gemeinderat gefragt werden. Laut Bürgermeisterin Sissi Schätz eine Formalität. Die Ursache für die beantragte „Ertüchtigung der schadhaften Dachkonstruktion“ benannte Andreas Grundner. Es handelt sich um das Dach der Kapelle des einstigen Klosters der Englischen Fräulein im Altbau der Realschule an der Maria-Ward-Straße.

Eine Verformung im Dachgestühl hatte ein statisches Problem ausgelöst

Eine Verformung im Dachgestühl hatte hier ein statisches Problem ausgelöst. Als Lösung wird der Einbau einer Holzstahlkonstruktion vorgeschlagen, die den überlasteten Binder unterstützen und Kraft abfangen soll. Von außen, so Grundner, sei die Verformung nicht zu erkennen. Ohne Diskussion und Nachfrage stellten die Räte einstimmig das „gemeindliche Einvernehmen“ her.

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