Gertraud und Georg Ziegler feierten goldene Hochzeit

Glückliche Neu-Haager

von Redaktion

Gertraud und Georg Ziegler am Schachenwald in Haag feierten ihre goldene Hochzeit. Beide sind waschechte Münchener, die nach ihrer Rente den Weg auf glückliche Weise nach Haag gefunden hatten.

Haag – „Die Miete in München wurde immer teurer“, erklärt Georg Ziegler. Eines Tages sei ihnen in Schwabing, wo sie wohnten, ein Prospekt ins Haus geflattert mit der Werbung „Reihenhäuser in Haag“. Der Entschluss stand fest. Sie fuhren hin und trafen sich mit einem recht „netten Makler im Trachtenanzug“. Bei einem anschließenden Kaffee in Wasserburg fassten sie den gemeinsamen Entschluss: „Das nehmen wir.“ Das Fazit lautet nach Gertraud Ziegler: „Wir sind recht glücklich hier draußen, wir haben noch keinen Tag bereut.“

Kennengelernt hatten sich die beiden auf dem Fasching in Feldkirchen. Sie war die aktive Tochter eines Münchener Metzgermeisters, er Soldat bei der Bundeswehr in Freimann. Geheiratet wurde in Thalkirchen. Georg Ziegler wechselte dann zur Polizei und arbeitete 35 Jahre in einer Dienststelle in Schwabing. „Es war immer schön“, resümiert er, obwohl er vieles erlebte, so auch die Studentenkrawalle. Ernst wäre es beinahe beim Attentat 1972 zur Olympiade geworden. Er hatte Dienst vor Ort. Seine Frau erfuhr von dem Anschlag über Radio und dass ein Polizist getötet worden sei: „Ich bin auf Kohlen gesessen.“ Den schnellen Handyanruf wie heute gab es damals nicht. Es hatte einen Kollegen der Dienststelle getroffen.

Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Die beiden Enkel – einer schreibt heuer das Abitur – kommen des Öfteren nach Haag zu Besuch. Vom nahen Kindergarten werden die beiden in ihrer Wohnung am Schachenwald nicht gestört: „Ich habe da eher Probleme mit den 18 Katzen rundum“, so Gertraud Ziegler. Ungewohnt war für beide, dass sie in Haag schnell per Du angesprochen wurden, so auch im Geschäft mit „Griaß de“. Das hatte es in München nicht gegeben.

Zum Gratulationsgespräch brachte Bürgermeisterin Sissi Schätz im Namen der Gemeinde „Haager Köstlichkeiten“ mit. Ihr verriet Gertraud Ziegler gleich ein Anliegen: Die Busverbindung nach München solle sie verbessern. Sie nutze sie nämlich recht häufig, so auch für die regelmäßigen Kaffeetreffen mit den alten Freundinnen.

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