Einführung der Parkgebühren in Parkhäusern und unter der Rampe

Noch sind nicht alle Modalitäten geklärt

von Redaktion

Ende Juli beschloss der Stadtrat die Einführung von Parkgebühren für Langzeitparker in den beiden Parkhäusern und am Parkplatz unter der Rampe – möglichst ab 1. Januar. Der Teufel steckt im Detail, noch ist nicht alles geklärt, das Parken bleibt noch ein paar Wochen kostenlos in den Parkhäusern und unter der Rampe.

Wasserburg – Dass es mit der Einführung der Parkgebühren zum Jahreswechsel nicht klappen könnte, sei eigentlich schon im Sommer klar gewesen, sagt Kämmerer Konrad Doser, schon wegen der Baustelle beim Parkhaus an der Kellerstraße, das ein neues Dach bekommt. Ehe diese Arbeiten nicht abgeschlossen sind, können auch keine Parkgebühren verlangt werden.

Klare Tendenz:

Schranken statt Parkhausautomat mit Überwachung

Es sind aber auch noch andere Details und Modalitäten, die noch nicht alle geklärt sind. Eine klare Tendenz gebe es mittlerweile zur Schrankenlösung statt Parkhausautomat plus Überwachung auf den Parkflächen der beiden Parkhäuser und unter der Rampe, so Kämmerer Konrad Doser. Dafür müssen allerdings zum Beispiel beim Parkplatz unter der Rampe kleinere bauliche Änderungen für die Ein- und Ausfahrt gemacht werden.

Nachfragen bei der Stadt von Leuten, die eine Monats- oder Jahreskarten wollen, habe es gegeben, so Konrad Doser. Vor allem Betriebe und Geschäfte in der Altstadt seien interessiert, ihren Mitarbeitern kostenlose Parkmöglichkeiten weiter anzubieten. Auch das sei noch eine ungelöste Modalität, wo die Jahreskarte ausgegeben wird und ab wann. Monatskarten wird es voraussichtlich an den Kassenautomaten geben. Für den Erwerb von Jahreskarten ist noch nicht gänzlich geklärt, wo diese erworben werden können, das hänge, so die Verwaltung, von der gewählten technischen Lösung ab.

Ernst werden soll es mit der Umsetzung der Parkgebühren im ersten Quartal 2018. Schon als in der Stadtratssitzung im Juli der Beschluss zur Einführung der Parkgebühren beschlossen wurde, waren die Modalitäten klar, ab wann wie viel an welchen Tagen zu bezahlen ist: Um die Parkhäuser auch weiterhin für Besucher der Stadt attraktiv zu halten, wurde eine gebührenfreie Parkzeit von vier Stunden beschlossen. Von Montag bis Freitag zwischen 17.30 und 9 Uhr des darauffolgenden Tages ist das Parken bei Einfahrt nach 17.30 Uhr ebenso gebührenfrei wie am Samstag bei Einfahrt nach 14 Uhr. Der Sonntag bleibt weiterhin gebührenfrei. Nach Ablauf der gebührenfreien Parkzeit fällt eine Parkgebühr von 1,50 Euro pro Tag an.

Für Pendler und Anwohner gibt es Ermäßigungen: Eine Monatskarte für alle drei Parkplätze für 20 Euro oder eine Jahreskarte, gültig an allen Tagen des Jahres für alle drei Parkplätze für 200 Euro. Eine Garantie für einen freien Platz ist damit allerdings nicht verbunden. Wegen der begrenzten Anzahl an Stellplätzen tagsüber können, so Konrad Doser, für Inhaber von Jahreskarten keine Stellplätze reserviert werden. Die Stallplätze müssen tagsüber mehrfach genutzt werden können. Bis auf eine Ausnahme: Im obersten Stock, in der Galerie des Parkhauses an der Kellerstraße, können Plätze gemietet werden für monatlich 40 Euro. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass die Auffahrt wegen der engen Rampe nicht ganz einfach sei. Grundsätzlich im Rahmen einer Dienstbarkeit möglich ist auch der Kauf einer Stellfläche. Zuständig für die Vermietung oder Verkauf ist Robert Mayerhofer vom Liegenschaftsamt im Rathaus.

Nicht alle im Stadtrat stimmten im Sommer für die Einführung der Parkgebühren. Der politische Konsens, dass Langzeitparker in den Parkhäusern an den Betriebs- und Unterhaltskosten der Parkhäuser zu beteiligen sind, allerdings ist breit. Gleichzeitig sollen, gerade im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über die Stickstoff- und Feinstaubbelastung in den Städten, mit der Einführung von Parkgebühren insbesondere für Einpendler aus dem Stadtgebiet oder den Nachbargemeinden auch Anreize für die Nutzung alternativer Verkehrsträger wie Fahrrad oder Stadtbus geschaffen werden.

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