Sanierung des Kirchturms in Grünthal

Was lange währt, wird wohl endlich gut

von Redaktion

Wenn alles gut geht, könnte die Sanierung des Grünthaler Kirchturms im Frühjahr 2018 beginnen. Geschätzte Kosten: 815000 Euro.

Unterrreit – Dass, was lange währt, endlich gut wird, hoffen die Grünthaler, wenn es um ihren Kirchturm geht. Beim Pfarrfamilienabend berichtete Kirchenpfleger Sepp Seidl von der momentanen Situation.

Die Geschichte begann im Herbst 2011. Einige Steine lösten sich aus dem Simsrand am Turm, eine Gefahr für die Kirchgänger und Friedhofsbesucher. Aus Sicherheitsgründen wurden damals ein Schutzgerüst aufgestellt und zugleich ein Sanierungsantrag an das Erzbischöfliche Ordinariat gestellt. Die nächsten Jahre tat sich nichts, denn laut Auskunft des Ordinariats lag dort ein Sanierungsstau vor und die vielen Anträge wurden immer wieder zurückgestellt, auch der von Grünthal.

Auf erneute Anfrage im Jahr 2015 teilte das Ordinariat mit, dass für rund eine Milliarde Euro Sanierungsaufträge auf dem Tisch lägen und mit längeren Wartezeiten zu rechnen sei. Verfügbar seien rund 70 Millionen Euro für Baumaßnahmen im Jahr. Aufgrund der nicht mehr zu bewältigenden Arbeit gab es in der Bauabteilung des Ordinariats eine Umorganisation mit dem Ergebnis, dass Baumaßnahmen mit über 100000 Euro zum 1. April 2016 an eine Unternehmungsberatung übertragen wurden.

Eine erste Besprechung mit der Unternehmensberatung, der Bauabteilung des Ordinariats und Vertretern der Pfarrei erfolgte im April 2016. Im Sommer 2016 erfolgte dann die Vergabe der Architektenarbeiten an ein Architekturbüro Zehetmeier und im September gab es die erste Besichtigung zur Planerstellung mit Zeitplan für Restaurierung. Im Mai 2017 wurde dann das Kartierungsgerüst zur genauen Untersuchung der Schäden und für Vorschläge der Sanierung aufgestellt. Bei den Untersuchungen stellt man dann auch Schäden wie Fäulnis und Bruch an den Dachhölzern des Turms fest.

Die Gesamtkosten werden sich auf rund 815000 Euro belaufen

Nach mehreren Abstimmungen mit dem Amt für Denkmalpflege wurde dann im Oktober ein Gutachten erstellt. Jetzt liegt die Kostenschätzung durch das Architekturbüros vor. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 815000 Euro belaufen. Laut geltenden Bauregeln des Ordinariats sind dabei 15 Prozent der Kosten, das sind 120000 Euro von der Pfarrei zu bezahlen. Die Pfarrei besitzt jedoch nur Rücklagen in Höhe von 35000 Euro.

Ob und inwieweit das Ordinariat für die restlichen Gelder aufkommt oder ob für den fehlenden Betrag die Pfarrei durch Spenden aufkommen muss, ist noch unklar. Eine Entscheidung des Vergabeausschusses des Erzbischöflichen Ordinariates steht noch aus. Wenn alles gut geht, ist ein Sanierungsbeginn im Frühjahr 2018 geplant.

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