250 kaiserlich-österreichische Soldaten besetzten die Stadt Wasserburg, unterdrückten und knechteten die Bevölkerung, inmitten der Wirren des spanischen Erbfolgekrieges im Jahre 1705. Die Bevölkerung lechzte nach Freiheit, begehrte auf, es kam zu Auseinandersetzungen. Insbesondere zur grausamen Bauernschlacht am Magdalenenberg, bei der am 23. November 1705 hunderte von Bauersleuten und Aufständischen ihr Leben lassen mussten. Diesem Gräuel gedachten am vergangenen Freitagabend traditionell die Gebirgsschützenkompanien Endorf, Rosenheim und der Hofmark Söllhuben sowie Vertreter des öffentlichen Lebens, 313 Jahre nach dem Gemetzel. Bürgermeister Michael Kölbl verband die Gedenkfeier rund um die Kirche St. Achatz am Magdalenenberg mit mahnenden Worten an die Gesellschaft, sich für Demokratie, Menschwürde und Freiheit einzusetzen. Gerade aktuell seien rechtsgerichtete Tendenzen kritisch zu beobachten. Fester Bestandteil des Gedenkens war der Fackelzug, der alljährlich nach der Messfeier in der St.-Jakobs-Kirche zum Magdalenenberg und wieder zurück in die Altstadt führte, begleitet von den Musikern der Stadtkapelle und den Fackelträgern der Feuerwehr Wasserburg. Foto Rothmaier