Haag – Christa Heindl bleibt an der Spitze des Vereins zur Förderung und Unterstützung der Klinik Haag: In der Generalversammlung des Vereins bestätigten die Mitglieder sie im Amt als Vorsitzende.
In der Generalversammlung des Vereins zur Förderung und Unterstützung der Klinik im „Taj Mahal“ standen neben den Vereinsregularien auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Vorsitzende bleibt Christa Heindl, Stellvertreter Egon Barlag, Schriftführerin Bürgermeisterin Sissi Schätz, Kassenprüfer sind Herbert Zeilinger, Dr. Bernhard Grabmeyer und Rudi Hartinger.
Die Vorsitzende würdigte die ehrenamtliche Arbeit des scheidenden Kassiers: Bernd Katterloher war vier Jahre Kassier und hatte die 400 Personen umfassende Mitgliederliste digitalisiert. Zu seiner Nachfolgerin wählte die Versammlung Christine Eder. „Wir fühlen uns zuständig für das Krankenhaus. Wir wollen es stärken und erhalten“, betonte Vorsitzende Christa Heindl in der Versammlung. Dr. Bernhard Grabmeyer freute sich, dass so viele Mitglieder aus der Anfängerzeit da seien, die für die Klinik Haag gekämpft hatten. Der Förderverein war 1999 gegründet worden und hatte wesentlich zum Erhalt des totgesagten Haager Krankenhauses beigetragen.
„Beide Häuser brummen“, lautete die Standortanalyse von Thomas Kitzeder, Assistent der Klinik-Geschäftsführung zu Haag und Mühldorf. „Die Patientenzahlen wachsen jährlich“, so seine Bilanz. Hier bremse nur der Fachkräftemangel bei Pflegern und Ärzten als einzige Ursache, dass einmal gewisse Betten nicht belegt werden könnten. Haag verzeichne positive Rückmeldungen und führe eine Warteliste. Eine aktuelle Maßnahme betreffe den Abriss der alten Ärztehäuser, um Parkplätze zu schaffen.
Weiter aus holte Kitzeder mit Blick auf eine eventuelle Fusion zwischen Mühldorf und Altötting. Die Kooperation sei schon erfolgreich getestet worden. Auf Krankenhausebene müsse man künftig regional denken, um der allgemeinen defizitären Lage gerecht zu werden, so Kitzeder.
Dr. Karl Dürner, Arzt, Bürgermeister und Kreisrat, warnte vor einer Fusionierung. Altötting habe ein weit höheres Defizit als Mühldorf. Die Kooperation sei jedenfalls zu begrüßen. Schwierig gestalteten die Krankenkassen die Situation mit ihrem Verwaltungsapparat, der jetzt wohl schon für jeden Patienten einen Angestellten aufweise. Eine schlechte Prognose erteilte Dr. Dürner den Ärzten auf dem Land: „Das wird ein Riesenproblem.“
Aufsichtsrat Ludwig Spirkl kritisierte, dass die Kassen über die Fallpauschalen ständig an der Schraube drehen würden. Da dürfe man nur froh sein, dass aus einem einstigen Sorgenkind das „Erfolgsmodell Haag“ geworden sei.