Schnaitsee – Umfassend informiert wurden viele Bürger aus Waldhausen zur bevorstehenden Dorferneuerung und auch zu den Plänen für das Dorfgemeinschaftshaus, das die Feuerwehr und die Vereine beheimaten wird.
2,427 Millionen Euro für das neue Haus
in der Dorfmitte
Bürgermeister Thomas Schmidinger freute sich über das große Interesse an den bevorstehenden Maßnahmen. „Im Januar haben wir den Förderbescheid bekommen. Jetzt kann es endlich nach der langen Vorlaufzeit losgehen“. Zur langen Dauer sagte er: „Unser Wollen wäre ein anderes gewesen. Aber durch die zwischenzeitliche Finanzmisere wurde das Vorhaben zusätzlich verzögert.“ Er lobte die Arbeit der installierten Arbeitskreise, die jetzt bei der Realisierung zum Tragen kommen.
• Dorfgemeinschaftshaus: Gerhard Hajer vom Planungsbüro Strasser stellte die Planungen zum Dorfgemeinschaftshaus vor. Er erläuterte die Raumaufteilungen in den einzelnen Geschossen und auch die Gestaltung der Außenanlagen mit den Stellplätzen. Für 2020 ist der Bezug geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,417 Millionen Euro.
Dazu fragte Altbürgermeister Vitus Pichler, ob die Kostenschätzung bereits aktualisiert sei. Außerdem nannte er die Vergabetermine „sehr sportlich“. Hajer bestätigte, dass die Kosten aktuell sind. „Nur eventuelle Entsorgung von Schadstoffen beim Abriss sind nicht kalkulierbar.“ Die Vergabetermine bezeichnet er als reell. „Wir achten schon darauf, gute Angebote zu bekommen.“ Zum Umgang mit der bestehenden Fotovoltaikanlage sagte Schmidinger, dass diese zwischengelagert und später wieder montiert wird.
• Dorferneuerung: Fritz Hampel vom Amt für ländliche Entwicklung stellte die Dorferneuerung vor, zu der Anfang des Jahres der Förderbescheid kam und das Fördergebiet festgelegt wurde.
„Das Gebiet wurde weit gefasst. Lediglich die beiden reinen Wohnbausiedlungen wurden ausgenommen.“ Nach dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses werden die Außenanlagen und die Erneuerung des Dorfplatzes die ersten Maßnahmen sein. Es folgen die Pfarrhofstraße, die Fläche am Maibaum und Verbesserungen für Fußgänger und auch Parkflächen. „Für Maßnahmen an den Dorfgewässern warten wir auf das Hochwasserschutzkonzept des Wasserwirtschaftsamtes.“ Hierzu sagten Richard Bals und Sepp Balk, dass das Problem mit dem Hochwasser den Waldhauser Bürgern unter den Nägeln brennt.
• Förderung von Privatmaßnahmen: Fritz Hampel erläuterte die mögliche Förderung von Privatmaßnahmen. Schnell drehte sich die Diskussion dazu um die alte Schmiede im Zentrum. Dieses baufällige denkmalgeschützte Gebäude ist in Privatbesitz und der Bürgermeister musste eingestehen: „Da können wir nichts machen, wenn der Eigentümer nicht mitmachen will.“ Hampel bot die kostenlose Beratung für Private an. „Einfach bei der Gemeinde melden, dann wird das vermittelt.“ Zum Vorgehen sagte er, dass nach dem Einholen der Kostenangebote der Antrag gestellt werden muss. Dann folgt die Baufreigabe und die Maßnahme selber. Nach dem Einreichen der Rechnungen wird der Zuschuss bewilligt. Dazu zeigte der Referent Beispielfotos, was alles gemacht werden kann.
Bei der Diskussion wurde gefragt, wie die Arbeitskreise wieder eingebunden werden. Dazu sagte Bauamtsleiter Josef Pfenninger, dass der Maßnahmenplan maßgeblich das Ergebnis der Arbeitskreise beinhaltet. So bald jetzt die Objektplanung steht, sind die Arbeitskreise wieder gefragt. Diskutiert wurde auf Nachfrage von Wast Pichler die Grundsatzentscheidung, dass das Feuerwehrhaus wieder in die Dorfmitte kommt. Dazu sagte Schmidinger, dass eine andere Lösung mit dem Feuerwehrhaus in der Nähe des Sportplatzes finanziell aufwendiger gewesen wäre und zudem nicht genehmigungsfähig war.