Ameranger Ortskern vom Zulieferverkehr entlasten

von Redaktion

Videoaufzeichnung des Verkehrsaufkommens beschlossen

Amerang – Die Ameranger Gewerbebetriebe im Gewerbegebiet laufen gut. Schon vor geraumer Zeit wurde vom Gemeinderat beschlossen, den Ort vom Zulieferverkehr – angenommen etwa 200 Lkws täglich – zu entlasten. Dazu soll das Gewerbegebiet verkehrstechnisch direkt an die Frabertshamer Straße angeschlossen werden.

Der Grunderwerb dazu ist bereits erfolgt und die Planungsleistungen vergeben. Bürgermeister Gust Voit (CSU) berichtete, dass die Verwaltung mit dem beauftragten Planungsbüro und der der Regierung von Oberbayern im Hinblick auf die weitere Vorgehensweise abgestimmt hat, welche Anforderungen an den Antrag auf Förderung der Maßnahme nach zu stellen sind.

Demnach müsse der Zuwendungsantrag zum 1. September vorliegen. Die Entscheidung durch die staatlichen Stellen über die Förderung werde voraussichtlich zum Jahresende getroffen. In den zurückliegenden Jahren habe der Fördersatz etwa 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen.

Nachdem dem Vorhaben kein Bauleitplanverfahren zugrunde liegt, hat die Gemeinde mit dem Antrag sämtliche fachlichen Stellungnahmen der betroffenen Träger öffentlicher Belange beizubringen.

Insbesondere verlangt die Regierung von Oberbayern zur Beurteilung der Förderfähigkeit die Vorlage eines Verkehrsgutachtens. Darin muss die Gemeinde nachweisen, dass es sich um eine „verkehrswichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Verkehrsnetz“ handelt. Dazu gehören beispielsweise Bundesfernstraßen, Staatsstraßen und Kreisstraßen. Das Planungsbüro schlug deshalb ein Untersuchungskonzept vor, durch das mittels Videoaufzeichnung über insgesamt vier Tage an drei Knotenpunkten im Ortsbereich sämtliche Fahrzeuge erfasst und deren Fahrbeziehungen ermittelt. Mit den aus der Datenerhebung gewonnenen Erkenntnissen können die verkehrlichen Wirkungen und die zu erwartenden Verkehrsmengen für die geplante Verbindungsspanne abgeschätzt und optimale Lösungen für die Anbindung an die Kreisstraße entwickelt werden, beispielsweise mit abknickender Vorfahrtsstraße oder Kreisel.

Das Büro bietet die Leistungen der Gemeinde zum pauschalierten Honorar von 8270,50 Euro an. Um zu gewährleisten, dass die Leistungen zur Erfassung des Verkehrs vor den Sommerferien abgeschlossen werden können, ist die Beauftragung bereits erfolgt.

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